Eisenstadt

Erstellt am 13. September 2017, 04:34

von Werner Müllner

Jenseits Platz 50: Die Kandidaten aus der letzten Reihe. Es gibt nicht nur Spitzenkandidaten, sondern auch Kandidaten jenseits von Platz 50. Was motiviert diese mit zu machen?

Platz 54. Minister Hans Peter Doskozil wünscht Herbert Oschep (SPÖ) alles Gute. Fotos: Millendorfer/Müllner  |  Millendorfer/Müllner

Auf den Eisenstädter Listen stehen zwei besondere Männer ganz weit hinten, obwohl sie vorne ganz viel mitzureden haben. Auf dem letzten Platz der ÖVP, Platz 58, steht Dietmar Eiszner, langjähriger Büroleiter von Thomas Steiner.

Platz 58. Dietmar Eiszner (ÖVP) mit Sebastian Kurz bei einer Veranstaltung.  |  Millendorfer/Müllner

Eiszner: „Wenn man nicht an wählbarer Stelle steht, ist es egal, ob man Platz 25 oder eben auf dem letzten steht. Vielleicht ist es auch ein Vorteil — an letzter Stelle bin ich am Stimmzettel leichter zu finden!“

Doch nur eine Nummer auf dem Zettel möchte er nicht sein: „Ein Zählkandidat oder gar nur eine Nummer möchte ich nicht sein. Jeder, der mich kennt, weiß, dass mir die Arbeit für Eisenstadt ganz besonders wichtig ist. Ich denke, dass ich das in den letzten Jahren bei der Mitarbeit an wichtigen Projekten und Maßnahmen für unsere Stadt auch beweisen konnte. Wie es geht, würde ich schon wissen!“

Vorzugsstimmen sind ihm dabei willkommen: „Ja – sicher! Ich glaube, dass sich jeder Kandidat – egal von welcher Partei und an welcher Stelle sie oder er steht — über Vorzugsstimmen freut.“

„Streitereien will niemand mehr hören!“

Auf Platz 54 der SPÖ-Liste steht Herbert Oschep, Pressesprecher von Hans Niessl. Für Oschep ist es eine Selbstverständlichkeit, sich zu engagieren: „Ich lebe seit zwei Jahren mit meiner Frau in Eisenstadt und wir fühlen uns extrem wohl. Eisenstadt ist eine sehr schöne Stadt und ich möchte auch meinen Teil dazu beitragen, damit Eisenstadt noch lebenswerter wird.“

Aber als proforma sieht er seine Kandidatur keineswegs: „Sich politisch zu betätigen, darf niemals eine reine Formalität sein. Sonst nimmt man das nicht ernst. Jeder, der bei einer Wahl kandidiert, egal an welcher Stelle, kann etwas beitragen, damit gute und bürgernahe Politik in Eisenstadt gemacht wird.“

Vorzugsstimmen will er niemandem streitig machen: „Ein Vorzugsstimmenwahlkampf wäre auf diesem Listenplatz völlig vermessen. Mir ist es wichtig, in den Gesprächen mit den Eisenstädtern über ihre Anliegen und Wünsche zu reden. Zuhören, diskutieren und Positives bewegen: Nur so kann Politik funktionieren. Parteipolitische Streitereien will ja niemand mehr hören.“