Parndorf , Bruckneudorf , Bruck an der Leitha , Neudorf bei Parndorf

Erstellt am 17. Mai 2018, 09:55

von Susanne Müller

Breitspurbahn: Terminal-Standort bei Parndorf gestorben. Jubel herrscht bei den zahlreichen Gegnern des Projekts in der Region: Der geplante Standort für einen Verlade-Terminal der chinesischen Breitspurbahn nördlich von Parndorf ist aus dem Rennen. Das gab gestern FP-Infrastrukturminister Norbert Hofer bekannt. Alternativer Standort soll in NÖ liegen.

Symbolbild: Shutterstock-Dhamachart Chanprasa  |  Dhamachart Chanprasa/Shutterstock.com

Hofer reagierte damit auf den massiven Widerstand, der sich in der Region binnen kurzer Zeit gegen das Projekt formiert hatte. In einer ersten Stellungnahme zeigte er sich erfreut, dass dazu bereits so früh klar Position bezogen wurde und somit noch keine hohen Planungskosten in den Standort investiert worden seien.

Ein alternativer Standort wurde bislang noch nicht bekannt gegeben. Nur so viel: Es werde sich wohl um einen Standort in Niederösterreich handeln. Von niederösterreichischer Seite sei hingegen bereits Interesse bekundet worden. Das Ziel sei weiterhin, das Projekt bis 2033 umzusetzen.

Erfreut zeigten sich über die Entscheidung vor allem die am meisten betroffenen Gemeinden Parndorf, Neudorf und Bruckneudorf.

Auch die Grünen, die die ersten waren, die sich aus den Bundesländern Niederösterreich, Burgenland und Wien zusammenschlossen, um auf die vielen offenen Fragen rund um das Projekt kritisch hinzuweisen, zeigten sich erleichtert.

„Der Schulterschluss in der Region hat sich ausgezahlt“, jubelte Brucks Grünen-Chef Roman Kral, dass seine Forderung damit aufgegangen sei. Kral merkte allerdings auch an, dass die zahlreichen offenen Fragen durch die Veränderung des Standorts nicht geklärt würden.