Kittsee

Erstellt am 14. Juli 2017, 05:00

von BVZ Redaktion

Neue OP-Methode im Krankenhaus Kittsee. Das Krankenhaus Kittsee wird zum hoch spezialisierten Leistungszentrum, Schwerpunkt Knopflochchirurgie, ausgebaut.

Ideenreich. Abteilungsleiter Andrzej Sebastian Gasz erweitert das Spektrum der Chirurgie.  |  Deutsch

Das Krankenhaus Kittsee spielt eine wichtige Rolle in der Gesundheitsversorgung des Bezirkes Neusiedl am See. Im Rahmen einer Besuchstour sicherten Landeshauptmann Hans Niessl und Gesundheitslandesrat Norbert Darabos kürzlich Modernisierungen zu.

Gesundheit und Soziales als Schwerpunkt

Gesundheit und Soziales sind wichtige Schwerpunkte in der Landespolitik. „Wir brauchen unsere Krankenhäuser und deshalb gibt es auch die Standortgarantie. Die Herausforderungen wollen wir durch Kooperationen lösen und Schwerpunkte bilden“ erklärt Landeshauptmann Hans Niessl. Im aktuellen Jahr steht im Gesundheitsfonds ein Gesamtbudget von 267 Millionen Euro zur Verfügung, um Spitzenmedizin anbieten und das medizinische Leistungsangebot weiterentwickeln zu können, wurde für die kommenden Jahre das wohl größte Investitionspaket geschnürt, das es jemals für die burgenländischen Spitäler gegeben hat.

„Ziel ist die Schaffung von medizinischen Schwerpunktkrankenhäusern sowie hoch spezialisierten medizinischen Leistungszentren“ so Niessl. Eine dieser Spezialisierungen wird sich im Bereich der Chirurgie verdeutlichen, wie Abteilungsleiter Andrzej Sebastian Gasz bereits vorweg verrät. In der Laparoskopie, der sogenannten Knopflochchirurgie will man künftig neue Wege beschreiten.

Bei dieser minimal-invasiven Methode wird die Operation mittels kleiner Schnitte sowie einer Miniatur-Kamera über einen Bildschirm vorgenommen, die Vorteile für den Patienten liegen vorrangig an der rascheren Genesung. Operationen dieser Art werden im Krankenhaus Kittsee bereits bei Leistenbrüchen angewandt, das Spektrum soll sich nun auf Operationen des Darms sowie des Blinddarms erweitern.

244 Beschäftigte in sechs Abteilungen

„Mit 14.347 ambulanten Aufnahmen, 7.312 stationären Fällen und einer Auslastung von 90 Prozent im Jahr 2016 steht das Krankenhaus nicht nur für eine wohnortnahe medizinische Versorgung, sondern ist mit 244 Beschäftigten auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in der Region“ berichtet Gesundheitslandesrat Norbert Darabos.

Diskurs um Landeplatz für Hubschrauber

Zudem hat Landeshauptmann Hans Niessl auch eine Verbesserung des derzeitigen Hubschrauberlandeplatzproblems zugesichert. Da der Landeplatz im Innenhof des Krankenhauses nicht genutzt werden darf, müssen Notarzthubschrauber auf umliegende Areale ausweichen, ein Missstand, der langfristig gesehen, einer dringenden Änderung bedarf.