Kittsee

Erstellt am 13. September 2017, 12:45

von Redaktion bvz.at

Wohnmobil gestohlen, Führerschein gefälscht .... Im Zuge einer Schwerpunktkontrolle auf der Nordostautobahn A6 bei Kittsee (Bezirk Neusiedl) konnten Beamte des Landeskriminalamts Burgenland ein in Deutschland gestohlenes Wohnmobil sicherstellen. Der Lenker wies sich noch dazu mit einem gefälschten Führerschein aus...

Das gestohlene Wohnmobil wurde sichergestellt.  |  LPD Burgenland

In den vergangenen Tagen führte die Landespolizeidirektion Burgenland auf der Nordostautobahn A6 "zum Zwecke der Verhinderung der illegalen Migration sowie der Unterbindung der Schlepperei" Schwerpunktaktionen in Kittsee durch.

Im Zuge dessen hielten die Beamten am Dienstag ein in Holland zugelassenes Wohnmobil an und unterzogen es einer Kontrolle. Dabei stellte sich heraus, dass das Fahrzeug (von einem 26-jährigen Litauer gelenkt) am 31. August als gestohlen gemeldet worden war.

Mit 400 Euro den Führerschein bezahlt

Der litauische Lenker besaß noch dazu keinen Führerschein, der Tatverdächtige legitimierte sich aber laut Angaben der Polizei mit einer „Totalfälschung“ eines litauischen Führerscheins!

Vor Beamten der SOKO-KFZ gab der 26-Jährige an, dass er einen Unbekannten kennengelernt und dieser ihn gebeten hätte, das Wohnmobil in die Slowakei zu überstellen. Als „Entschädigung“ hätte er dafür 200 Euro erhalten. Dass es sich um ein gestohlenes Fahrzeug handelt, hätte er nicht gewusst.

Zum gefälschten Führerschein befragt, gab der Mann an, dass er die letzte Führerscheinprüfung in Litauen nicht gemacht hätte. Er gab dem Fahrlehrer in Litauen 400 Euro und habe dann den Führerschein ohne diese Prüfung erhalten. Dass der Ausweis gefälscht sei, hätte er nicht gewusst.

Nach einer Anzeige stellte der Journalstaatsanwalt die Untersuchungshaft in Aussicht und ordnete die Einlieferung des Manns in die Justizanstalt Eisenstadt an.