Oberpullendorf

Erstellt am 17. Juli 2017, 12:59

von Michaela Grabner

„Größtes Bauprojekt beendet“. Fast die gesamte Landesregierung und Bürger aus den Anrainergemeinden feierten die Eröffnung der Straße. Letzter Kilometer wird ab Frühjahr 2018 gebaut.

1.030 Tage nach dem Spatenstich konnte am Montag die Verkehrsfreigabe der B61a vom Kreisverkehr bei Steinberg-Dörfl bis zum Kreisverkehr zwischen Mannersdorf und Rattersdorf gefeiert werden.

"Sicherheit und Lebensqualität"

„Die B61 a bringt mehr Sicherheit und Lebensqualität für die Bevölkerung. Das derzeit größte Bauprojekt im Land ist somit beendet“, stellte Straßenbaulandesrat Helmut Bieler fest. Im Schnitt waren 60 Personen am 9,8 Kilometer langen Baulos beschäftigt. 37 Millionen Euro hatte der Bund dafür zur Verfügung gestellt.

Nach Unterfertigung der Absichtserklärung durch die damalige Verkehrsministerin Doris Bures, Landeshauptmann Hans Niessl und Landesrat Helmut Bieler im Jahr 2010 war die Verlängerung der S31 als Landesstraße B61a projektiert und umgesetzt worden. Dazu gab es über 30 Diskussionsrunden. „Wir haben einen offenen Planungsprozess begonnen, weil es unser Ziel gewesen ist, das Projekt gemeinsam mit den Anrainern und den Gemeinden umzusetzen. Die Bürger und Gemeinden haben aktiv mitgewirkt und dadurch die Straße mitgebaut“, so Bieler. Und Landeshauptmannstellvertreter Hans Tschürtz ergänzte: „Dieses Straßenstück könnte dazu beitragen, dass auch andere Umfahrungen positiver gesehen werden.“

Laut Erfahrungswerten von Experten werden sich rund zwei Drittel des Verkehrs und beinahe 100 Prozent des Lkw-Verkehrs aus den Ortschaften auf die B61a verlagern. „Ich denke, dass das Projekt gelungen ist und dafür gibt es drei wesentliche Gründe: eine höhere Lebensqualität in den Gemeinden, mehr Verkehrssicherheit und die Aufwertung des Wirtschaftsstandorts“, meinte Landeshauptmann Hans Niessl, der von einem wichtigen Meilenstein für eine positive Entwicklung des Burgenlandes sprach.

Baubeginn für letzten Kilometer im Frühjahr

Die Umweltverträglichkeitsprüfungs(UVP)-Verhandlung für den letzten Kilometer der B61a bis zur Grenze hat dieser Tage stattgefunden. Mit dem Vorliegen des UVP-Bescheids und der Trassenverordnung wird im Herbst gerechnet. Geplanter Baubeginn ist im Frühjahr 2018.

 

Daten und Fakten

  • Straßenlänge: 9,88 Kilometer
  • Fahrbahnbreite: 8,5 Meter
  • Drei Kreisverkehre, dafür wurden rund 950 m³ Beton verarbeitet
  • 9 Brücken, davon 3 architektonisch gestaltet. Für den Brückenbau wurden rund 7.500 m³ Beton und 950 Tonnen Stahl verarbeitet.
  • Dammaufschüttungen im Ausmaß von etwa 455.000 m³
  • Für die Sichtschutzwände wurden 136.000 m³ Material verdichtet
  • 500 Stück Wildwarnreflektoren beidseitig im Abstand von 20 Metern

Reaktionen aus der Region

„Dass die Bevölkerung vom schweren Lkw-Verkehr entlastet ist, ist für mich der wichtigste Aspekt, obwohl für mich eine zweispurige Weiterführung in beiden Fahrtrichtungen Sinn gemacht hätte.“ Bürgermeister Rudolf Geißler aus Oberpullendorf

„Nach der Eröffnung des Gemeindezentrums ist dies der zweitschönste Tag in meinem Bürgermeisterinnen-Leben. Wir haben es versprochen und jetzt ist die Straße fertig. Wichtig ist, dass sich erfüllt hat, was sich die Menschen gewünscht haben.“ Bürgermeisterin Klaudia Friedl aus Steinberg-Dörfl

„Wir sind froh. Die Obere und Untere Rabnitzstraße wird nun sicher entlastet werden.“ Bürgermeister Manfred Jestl aus Oberloisdorf

„Wir sind froh, dass die Bevölkerung von Unterpullendorf endlich entlastet wird. Es hat zwar lange gedauert, aber schließlich haben wir es geschafft.“ Angelika Mileder, Bürgermeisterin aus Frankenau-Unterpullendorf

„Langersehnt und endlich ist dieser Tag da. Für Mannersdorf ist heute ein Feiertag, für uns ist es eine Entlastung. Die Straße gehört natürlich fertiggebaut und das ist sie dann, wenn sie über die Grenze geht.“ Johann Schedl, Bürgermeister aus Mannersdorf

„Was lange währt, wird endlich gut. Wir freuen uns als hauptbetroffene Gemeinde in der Hoffnung, dass der versprochene Weiterbau im Frühjahr beginnt. Ich lade das Land ein, mit uns gemeinsam einen Wirtschaftspark zu kreieren, um Arbeitsplätze in der Region zu schaffen. Johann Plemenschits, Vizebürgermeister aus Mannersdorf

„Mit der Eröffnung der B61a können sich über 8.000 Personen in den Gemeinden Oberpullendorf, Frankenau- Unterpullendorf, Steinberg- Dörfl, Mannersdorf und Oberloisdorf über eine Verkehrsentlastung freuen. Die S31 und die B61a sind Lebensadern für die Region: wichtig für Menschen, Arbeitsplätze, Pendler, Wirtschaft und Tourismus. Die SPÖ-Bezirksmandatare haben sich bereits 2012 für den raschen Bau stark gemacht. “ SPÖ-Bezirksvorsitzender Norbert Darabos

„Was schon beinahe eine unendliche Geschichte war, bringt nun endlich eine Entlastung der Gemeinden in unserer Region. Die ÖVP Burgenland hat sich für die Verlängerung der S31 immer eingesetzt. Bei aller Freude über die Eröffnung kamen von mehreren Seiten Vorschläge zur Erhöhung der Sicherheit: Zum einen wäre ein Wildzaun sinnvoll, zum anderen hält die Feuerwehr die Errichtung einer Betriebs- bzw. Notauffahrt für Blaulichtorganisationen für sinnvoll, um bei Unfällen rascher vor Ort zu sein.“ ÖVP-Bezirksparteiobmann Niki Berlakovich