Oberwart

Erstellt am 13. September 2017, 12:26

von APA Red

Grüne kochten zum Wahlkampfstart in Oberwart auf. Burgenlands Grüne sind Mittwochvormittag am Wochenmarkt in Oberwart in den Intensivwahlkampf für die Nationalratswahl gestartet.

Burgenlands Grüne beim Wahlkampfauftakt in Oberwart.  |  Michael Pekovics

Bei der Wahl gehe es darum, ob es im Parlament weiterhin eine starke Stimme für Klimaschutz und Menschenrechte gebe, war dabei eine zentrale Botschaft von Landessprecherin Regina Petrik und den burgenländischen Spitzenkandidatinnen Christiane Brunner und Irmi Salzer.

Sie wolle nicht verhehlen, "dass die letzten Wochen und Monate für uns Grüne nicht ganz leicht waren", meinte Brunner. "Wofür wir Grüne stehen, das steht nach wie vor. Und dafür gilt es jetzt zu kämpfen, denn es steht sehr viel am Spiel bei diesen Wahlen".

Es werde darum gehen, ob die Gesellschaft zusammenhalte oder ob sie gespalten werde und ob alle Möglichkeiten der Energiewende genutzt würden, oder ob Österreich in ein paar Jahren in der Energieversorgung hinterherdümple. "Um für diese positiven Dinge eine starke Stimme im Parlament zu haben, braucht es starke Grüne", sagte Brunner.

Michael Pekovics

Klimaschutz und Energiepolitik kämen in der Bundesregierung nicht vor, kritisierte die Umweltsprecherin. Es drohe "eine Koalition aus Klimawandelleugnern mit Klimaschutzverweigerern". Die FPÖ leugne "in Austro-Trump-Manier" den Klimawandel.

Die Grünen stünden hingegen für die erneuerbare Energie. Immer mehr Staaten würden in die Energiewende investieren. "Die nächsten fünf Jahre werden entscheiden, ob Österreich auch wirtschaftlich hier vorne dabei sein wird oder nicht."

Parlamente könnten Rahmenbedingungen für Entwicklungen schaffen. Sie wolle dazu beitragen, dass auch kommende Generationen und die Menschen in anderen Teilen der Welt "ein lebenswertes Leben" hätten, meinte Salzer. Dazu brauche es zum Beispiel ökologische Landwirtschaft, Bekämpfung von Fluchtursachen und weniger Transport von Lebensmitteln. Die Grünen wollten daran arbeiten, gemeinsam mit anderen die richtigen Lösungen zu finden.

"Die Aufholjagd hat begonnen", lautete die Botschaft der Wahlkämpferinnen an die Wochenmarkt-Besucher, von denen einige stehengeblieben waren, um zuzuhören. Andere setzten hingegen unbeirrt ihren Einkauf fort. Wer sich Zeit nahm, der wurde von den Grünen kulinarisch verwöhnt - mit einem von Salzer selbst zubereiteten Kürbisgulasch aus eigenem Anbau, das im von der strahlenden Sonne befeuerten Solarkocher brutzelte.