Oberwart

Erstellt am 11. September 2017, 12:14

von Michael Pekovics

Hinweise brachten Polizei auf richtige Spur. Polizei fasste 28-jährigen aus dem Bezirk Oberwart, der in der Vorwoche zwei Jugendliche mit einem Stahlrohr attackiert hatte.

Fritz Wurglits und Oskar Gallop mit der Tatwaffe, einem 60 Zentimeter langen und drei Zentimeter dicken Stahlrohr.  |  Michael Pekovics

Aufatmen in Oberwart. Die Polizei hat nach Hinweisen aus der Bevölkerung jenen Mann gefasst, der in der Vorwoche zwei Jugendliche attackiert haben soll. Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft befindet sich der Mann derzeit in Untersuchungshaft.

Den entscheidenden Hinweis für die Ausforschung des mutmaßlichen Täters lieferte ein anonymer Anrufer bei der steirischen Polizei: Er und ein Freund seien auch von einem Mann attackiert worden, sowohl die Beschreibung als auch das Fahrzeug passe. 

"Durch diesen Hinweis ist es uns gelungen, das Fahrzeug auszuforschen, das in Wien auf einem Betriebsgelände gefunden wurde. Der 28-Jährige hat den Pkw in der betreffenden Nacht gelenkt", erklärte Oberwarts Bezirkspolizeikommandant Oskar Gallop im Rahmen eines Pressegesprächs am Montag.

Der Mann ist 28 Jahre alt und stammt aus dem Bezirk Oberwart, die Polizei betonte ausdrücklich, dass "kein Migrationshintergrund" vorliegt. Bei der Einvernahme gab der Mann an, an diesem Abend viel getrunken zu haben. Laut seinen Angaben hätten ihn die Jugendlichen mit ihren Fahrrädern provoziert und beschimpft, woraufhin er "ausgerastet" sei und die Kontrolle verloren habe.

zVg/Polizei

Er wurde nun wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung und Sachbeschädigung angezeigt und sitzt auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft. Bei der Tatwaffe handelte es sich übrigens nicht wie berichtet um einen Baseballschläger, sondern um ein rund 60 Zentimeter langes und drei Zentimeter starkes Stahlrohr.

Die Polizei bittet nun um weitere Hinweise und appelliert an die Hinweisgeber, sich zu melden. "Damit wir die Nacht genau rekonstruieren können und eventuell weitere Straftaten aufklären können", sagt Gallop, der natürlich "100 Prozent Verschwiegenheit" zusichert.