Erstellt am 16. Mai 2018, 11:22

von Martin Ivansich

NSC: Präsident(en) und Trainer gehen. Neusiedl-Präsident Helmut Klikovits und „Vize“ Walter Eisler traten zurück, Coach Gerhard Gmasz folgt im Sommer.

Für Trainer Gerhard Gmasz endet die Station in Neusiedl früher als geplant. Er wird ab Sommer nicht mehr NSC-Coach sein. Davor hat er mit seiner Mannschaft aber noch zwei Ziel im Fokus.  |  Ivansich

In der jüngsten Vorstands- und Präsidiumssitzung des SC Neusiedl/See informierte Vereinspräsident Helmut Klikovits den geschäftsführenden Vorstand über seinen Rücktritt mit sofortiger Wirkung. Klikovits stellt in einem kurzen Statement klar: „Ich möchte in aller Deutlichkeit betonen, dass mein Rücktritt nichts mit den derzeit handelnden Personen beim NSC 1919 zu tun hat.

Vor allem eine Meinungsverschiedenheit mit meinem Präsidiumskollegen Walter Eisler weise ich dezidiert zurück. Ich werde einzig und allein aus persönlichen Gründen kürzertreten.“ Für Vizepräsident Walter Eisler hat der Rücktritt von Klikovits eine logische Konsequenz. „Auch ich stelle mein Amt mit zur Verfügung. Helmut und ich haben bei Amtsantritt beschlossen, dass es uns nur im Doppelpack gibt. Ich stand auch in schlechten Zeiten dazu und tue es auch jetzt.“

Beide Funktionäre bleiben dem Verein jedoch in unterstützenden Positionen erhalten und versprechen unisono: „Wir sind der Meinung, dass es neue motivierte Personen braucht, die ihre Energie dem NSC 1919 zur Verfügung stellen. Dennoch lassen wir den Club so kurz vor seinem hundertjährigem Jubiläum nicht Stich. Dafür haben wir vor allem in den letzten Jahren zu viel erlebt und erreicht.“

Neuer Trainer offiziell ab Sommer im Amt

Nicht nur an der Vereinsspitze wird es neue Gesichter geben. Auch auf der sportlichen Ebene folgt eine Änderung: Trainer Gerhard Gmasz wird den Verein – nach Saisonende – ebenfalls verlassen: „Sportliche Gründe haben dabei nicht den Ausschlag gegeben. Nach dem Abgang von Präsident Klikovits haben sich der Verein und ich auf eine Vertragsauflösung geeinigt. In meinem Trainerleben will ich der Pilot sein und nicht nur ein Passagier“, so Gmasz zur Trennung.

Er wolle seine Zeit in Neusiedl aber keineswegs missen: „Es war ein sehr schönes Jahr, in dem wir doch einiges erreichen konnten und im Saisonfinish auch noch etwas vorhaben. Zum einen wollen wir vor Parndorf bleiben und im BFV-Cup ist die Titelverteidigung unser Ziel.“

Clubmanager Lukas Stranz meinte zur aktuellen Lage: „Die neue Personalsituation in der Vereinsspitze hat den geschäftsführenden Vorstand dazu bewogen, die Situation der vergangenen Monate genau zu analysieren und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Schweres Herzens sind wir zum Entschluss gekommen, dass wir mit einem neuen Trainer in die kommende Spielzeit gehen werden.“

Wer das sein werde, soll zeitnah abgeklärt werden. Gemeinsam mit dem Sportlichen Leiter Günter Gabriel soll ein neuer Coach gefunden werden. Stranz: „Der NSC 1919 wird ehestmöglich einen Nachfolger für Gmasz präsentieren, damit die Kaderplanung für die kommende Saison finalisiert werden kann.“ Nachsatz: „Wir sind Gerhard zu großem Dank verpflichtet. Er hat den NSC in einer schwierigen Situation übernommen und den Klassenerhalt geschafft. Auch die heurige Saison verlief überwiegende positiv. Dennoch wollen wir neue Impulse setzen. Da beide Ziele, die in der Winterpause vereinsintern definiert wurden, noch erfüllt werden können, ist es für uns selbstverständlich, dass Gerhard die verbleibenden Meisterschafts- und Cupspiel(e) auch weiter coachen wird.“