Erstellt am 17. Januar 2018, 01:17

von Daniel Fenz

Das Reserve-System bleibt erhalten. Nach einem Treffen mit 2. Klasse-Vertretern steht fest: Reserve-System bleibt, BFV-Präsident Gerhard Milletich freut‘s.

Zum Schluss waren alle zufrieden. Präsident Gerhard Milletich (Mitte, im Bild mit Vizepräsident Konrad Renner und Manfred Luisser (v.l.)  |  BVZ

Der Burgenländische Fußballverband (BFV) nahm die immer wieder auftauchenden U23- beziehungsweise Reserve-Probleme in den 2. Klassen zum Anlass, um am Freitagabend zur offenen Diskussion ins Gasthaus Drobits nach Oberwart einzuladen. Dabei erläuterten BFV-Präsident Gerhard Milletich und Sportreferent Manfred Luisser die aktuellen Probleme im Südburgenland.

Luisser hatte die Statistik der letzten Saison in einer Präsentation aufgelistet. Dabei ging es darum, „nicht nur Probleme zu lösen, sondern zu schauen, was in der U23 generell möglich“ sei. Die Statistik sei jedenfalls nicht so dramatisch wie die Stimmungslage. „Wir hören aber immer wieder, dass es Probleme bei den Vereinen gibt.“

Verband hat sich Gedanken gemacht

Daher hatte man sich innerhalb des Verbands auch dementsprechend Gedanken gemacht, ob man beim jetzigen System bleiben soll oder gar für die Klubs, die wenige Spieler für eine Reserve stellen können, eine neue, eigene Meisterschaft, einführt. Die Nachteile überwogen für den Güssinger Luisser aber gegenüber den Vorteilen. Weniger Zuseher und keine Perspektiven für jüngere Spieler waren ein Punkt.

Außerdem hätten Kicker, die sich nicht im Kader befinden, keine Betätigungsmöglichkeit mehr. Zudem wäre in solch einem System ohne eine U23 auch kein Aufstieg in die nächsthöhere Klasse möglich. Auch Milletich stellte deshalb klar, „dass wir eine U23 benötigen. Ich kann einen 15-Jährigen noch nicht in der Kampfmannschaft spielen lassen.“ Der BFV-Boss forderte daher die Vereine auf, eine gemeinsame Lösung zu finden. Auch die Klubvertreter kamen im Zuge des Gesprächs dann zu dem Schluss, dass eine Systemänderung derzeit nicht infrage komme.

„Meisterschaft ohne die U23 hat keinen Sinn“

„Für mich hat eine Meisterschaft ohne eine U23 keinen Sinn. Damit bringt man auch den Nachwuchs um“, sagte etwa Kirchfidisch-Obmann Georg Posch, der vorschlug, dass man die Legionärsanzahl noch mehr beschränken sollte. Ein Denkanstoß kam von Ollersdorfs Sektionsleiter Franz Kindler: „Vielleicht sollten wir die U23 als Nachspiel der Kampfmannschaft durchführen.“

Fazit: Bis auf weiteres ist die Reservethematik vom Tisch, das System bleibt – und Milletich sprach den Vereinen auch gleich ein großes Kompliment aus: „Die Funktionäre wissen, worüber sie reden. Ohne die U23 wäre das der Anfang vom Ende.“