Erstellt am 02. Dezember 2017, 20:40

von Bernhard Fenz

Eine feine Klinge zum 1:0-Sieg. Eine wunderbare Aktion mit einem Volley-Treffer von Markus Pink kurz vor der Pause entschied das Spiel Mattersburg gegen LASK zugunsten der Burgenländer.

Mit dem 1:0-Erfolg haben sich die Grün-Weißen eine gute Basis für die verbleibenden beiden Runden im Jahr 2017 geschaffen, um weiter nach oben schnuppern zu dürfen. Fürs Erste sind Nedeljko Malic und Co. einmal am WAC vorbei auf Rang acht der Tabelle geklettert.

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MATTERSBURG – LASK 1:0. 36 Minuten dauerte es, bis sich ein Weitschuss von Manuel Seidl aus rund 30 Metern gefährlich seinen Weg in Richtung Tor von Pavao Pervan bahnte. Es war, wenn man so will, der erste Halb-Aufreger einer bis dahin äußerst frostigen ersten Spielhälfte. Aufsteiger LASK hatte da vielleicht eine Nuance mehr vom Spiel, wirkliche gute Gelegenheiten waren aber auf beiden Seiten keine zu notieren. Bevor es richtig gefährlich werden konnte, waren ein Bein oder ein Kopf dazwischen. Der Rest? Ein vorweihnachtliches Mittelfeldgeplänkel. Da war noch die Startaufstellung des SVM die spannendste Geschichte. Michael Lercher feierte sein Bundesliga-Startelfdebüt und ersetzte den kränkelnden Luki Rath auf der linken Abwehrseite. Nedeljko Malic kehrte retour und spielte neben Cesar Ortiz im Abwehrzentrum, dafür kam der angeschlagene Thorsten Mahrer nicht zum Zug. Vorne stürmte Markus Pink statt Smail Prevljak, dahinter bildeten Rene Renner, Michi Perlak und Andi Gruber das Offensiv-Trio. Auch Manuel Seidl spielte nach seinem Comeback gegen Altach erneut in der Startformation und bildete neben Jano das Zentrum im Mittelfeld.

Richtig starke spielerische Aktion sorgte zum 1:0

Die Zuschauer freuten sich schon auf den Pausentee, als dann auf dem Platz doch noch etwas passieren sollte. Die Szene in Minute 45 hatte es gleich in sich, es sollte die Mattersburger Führung und der entscheidende Treffer in dieser Partie werden.

Jano fing einen Ball ab, brachte die Kugel gefühlvoll in den Sechzehner und Pink verwertete per volley noch gefühlvoller ins lange Eck. Wenn die SVM-Fans auch lange warten mussten, sie wurden mit dieser feinen Aktion über die bis dato gebotene Fußball-Schmalkost mehr als nur hinweggetröstet.

Die besagte Schmalkost änderte sich dann nach dem Wiederbeginn insofern, als beide Teams merklich konkreter in der Offensive ans Werk gingen. Erst fand die Mannschaft von Gerald Baumgartner durch Markus Pink (nach Gruber-Hereingabe) und Alois Höller gute Gelegenheiten vor, ehe die Oberösterreicher aufkamen.

Philipp Wiesinger schlenzte den Ball aber über das Tor, dazu blieb Mattersburgs Schlussmann Markus Kuster in der Folge einige Male Sieger. Einen Stangler von Mergim Berisha entschärfte er mit dem Fuß und auch die große Ausgleichschance des eingewechselten Victor vereitelte er. In Minute 70 fand dann auch noch Thomas Goiginger in Kuster seinen Meister, als dieser seinen Weitschuss parierte.   

In der Folge schafften es die Gäste aber nicht, den aufgebauten Druck noch weiter zu vergrößern und zum Torerfolg zu gelangen. Ein Weitschuss von Peter Michorl sowie ein Volley von Berisha blieben ohne den gewünschten Erfolg. Zu diesem Zeitpunkt waren die Linzer übrigens nur noch zu zehnt, nachdem Christian Ramsebner im Zuge eines Scharmützels mit dem eingewechselten Stefan Maierhofer seine zweite Gelbe kassierte und vorzeitig vom Platz musste.

Und weil auch Mattersburg die sich bietenden Chancen durch Masaya Okugawa oder Stefan Maierhofer nicht nutzte, blieb es am Ende beim knappen 1:0-Sieg der Burgenländer. Kommenden Samstag geht es weiter beim SK Rapid, ehe am 16. Dezember das Jahr 2017 mit dem Heimspiel gegen den WAC abgeschlossen wird.

STIMMEN

Goldtorschütze Markus Pink: „Wir haben gut trainiert, das haben wir auch rübergebracht. Es war eine kampfbetonte Partie, in der wir am Ende einen ganz wichtigen Sieg eingefahren haben. Nächste Woche können wir uns wieder Bonuspunkte in Wien gegen Rapid holen.“

SVM-Trainer Gerald Baumgartner: „Es war ein sehr intensives Spiel. Vor drei Tagen haben wir gegen Red Bull Salzburg viel laufen müssen, das hat uns einige Prozent gekostet. Wir waren aber vom Start weg gut im Spiel und haben es dem LASK schwer gemacht. Am Ende sind wir sehr froh über die drei Punkte. Dfensiv haben wir die Sache sehr gut gemacht und deshalb auch zu Null gespielt.“

LASK-Trainer Oliver Glasner: „Für uns war das ein Selbstfaller. 60 Minuten lang haben wir nicht das gespielt, was wir spielen können. Das waren zu viele Eigenfehler dabei - so ist auch das Tor entstanden. Mit der letzten halben Stunde war ich sehr zufrieden, da hat Markus Kuster aber sehr gut gehalten und es hat nicht gereicht. Eine bittere Niederlage.“

STATISTIK

MATTERSBURG - LASK 1:0 (1:0).- Tor: 1:0 (45.) Pink.

Gelb-Rot: Ramsebner (81., Unsportlichkeit).

Gelb: Ramsebner (75., Foul); Ortiz (43., Foul), Maierhofer (81., Unsportlichkeit), Kuster (87., Unsportlichkeit).

SR: Ciochirca.- Pappelstadion, 1.400.

Mattersburg: Kuster; Höller, Malic, Ortiz, Lercher; Jano, Seidl (65. Erhardt);  Gruber (72. Okugawa), Perlak, Renner; Pink (77. Maierhofer).

LASK: Pervan; Ramsebner, Trauner, Pogatetz (54. Victor); Ranftl, Wiesinger, Michorl, Ullmann (46. Holland); Goiginger, Berisha, Bruno (69. Gartler).