Erstellt am 25. November 2017, 20:28

von Bernhard Fenz

Mattersburg muss sich effizienter Admira beugen. Der SV Mattersburg musste sich nach zwei Siegen am Stück in der Südstadt bei Admira Wacker mit 0:2 geschlagen geben. Die Südstädter verwerteten ihre Möglichkeiten nach der Pause kaltblütig.

ADMIRA - MATTERSBURG 2:0. Wer zu spät zum Spiel kam, der versäumte was. Vor allem auf Mattersburger Seite begann die Mannschaft überfallsartig und kam in den ersten zehn Minuten gleich dreimal über die rechte Seite höchst gefährlich vor das Gehäuse der Admira. Da war gleich einmal die Topgelegenheit in Minute vier, als Markus Pink eine flache Hereingabe auch wuchtig aufs Tor brachte, Goalie Andreas Leitner aber parieren konnte. Der  Abpraller landete dann bei Smail Prevljak, der jedoch direkt auf Leitner zielte.

Danach verfehlte noch einmal Pink eine Hereingabe, und dann kam auch noch Prevljak nach Vorlage von Alois Höller nicht richtig an den Ball.

Statt Mattersburger Führung fast Admiras Tor des Jahres

Die Führung des SVM wäre in dieser Phase nur logisch gewesen – und doch hatten die Burgenländer dann das Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Philipp Posch übernahm einen Ball im Strafraum mit der Ferse – der Ball senkte sich über Mattersburg-Tormann Markus Kuster punktgenau auf die Kreuzlatte. Es wäre zweifelsohne ein Treffer Marke Tor des Jahres geworden. Knapp zehn Minuten später musste sich dann Kuster gegen Lukas Grozurek auszeichnen, als dieser über links im Strafraum den Abschluss suchte, aber der SVM-Goalie mit dem Fuß parieren konnte.

In der Folge verflachte das Spiel aber zusehend. Ein beherzter Antritt von Thorsten Mahrer sowie ein zu ungenauer Stangler von Masaya Okugawa auf Seite der Gäste sowie ein zu schwach ausgefallener Abschluss von Dominik Starkl bei den Heimischen waren da die erwähnenswertesten Szenen.

Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es dann aber doch wieder unterhaltsam, als Markus Lackner nach einer Ecke den Ball per Kopf verlängerte – aber eben auch über die Latte. Bei den Mattersburgern vergab noch Pink.

Erste Topchance in Hälfte zwei: SVM - Erstes Tor in der Partie: Admira

Nach Wiederbeginn blieben die Top-Möglichkeiten erst einmal rar, plätscherte das Spiel von einem Sechzehner bis zum anderen dahin – zumindest im Vergleich zum Topchancen-Festival in der ersten Viertelstunde.

Es dauerte bis zur 61. Minute, ehe eine Mannschaft in die Nähe eines Torschreis kam. Da waren es die Burgenländer, bei denen Michi Perlaks Flanke  vom eingewechselten Rene Renner per Kopf abgelegt wurde, Markus Pink konnte aber nicht zur Führung verwerten – Tormann Leitner war schneller.

Viel besser machte es die Admira in der 68. Minute: Hereingabe Sax, Ableger Jakolis und Grozurek ließ Kuster keine Chance – 1:0.

Dann kam auch noch die 78. Minute: Manuel Seidl, nach der Führung der Heimischen für Philipp Erhardt ins Spiel gekommen, legte sich den Ball bei einem Vorstoß zu weit vor, die Klärung der Gastgeber mündete volley in einen raschen Konter, den Christoph Knasmüllner mit einem Ball ins lange Eck zur Vorentscheidung abschloss – 2:0.

Der SV Mattersburg konnte dann nicht mehr entscheidend zusetzen. Bezeichnend war eine Szene kurz nach dem zweiten Gegentor, als Pink beim Zug auf das Tor von rechts der Abschluss verwehrt blieb. Irgendwie wollte es für Grün-Weiß an diesem Samstagabend nicht sein. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt der Mannschaft von Trainer Gerald Baumgartner nach dieser Niederlage aber ohnehin nicht. Kommenden Mittwoch geht es bereits bei Meister Salzburg weiter.

 

STATISTIK

ADMIRA - MATTERSBURG 2:0 (0:0).- Torfolge: 1:0 (67.) Grozurek, 2:0 (78.) Knasmüllner.

Gelb: Grozurek (76., Unsportlichkeit); Höller (71., Foul), Mahrer (83., Foul), Malic (89., Foul).

SR: Heiß.- BSFZ-Arena, 1.650.

Mattersburg: Kuster; Höller, Malic, Mahrer, Rath; Jano, Erhardt (68. Seidl);  Okugawa (74. Bürger), Perlak, Pink; Prevljak (55. Renner).

Admira: Leitner; Zwierschitz, Maranda, Strauss, Posch (46. Sax); Ebner; Jakolis, Lackner, Knasmüllner (91. Botic), Grozurek; Starkl (84. Maier).

 

STIMMEN ZUM SPIEL

SVM-Trainer Gerald Baumgartner: „Das ist sehr schade für uns. Wir haben den Matchplan sehr gut umgesetzt, sind aber heute an der nötigen Effizienz gescheitert.“

Admira-Trainer Ernst Baumeister: „Spielerisch war ich mit der ersten Halbzeit überhaupt nicht zufrieden. Im Endeffekt waren wir glücklicher, weil wir die Tore gemacht haben.“