Schöner sprinten. Keine Zeit zum Ausrasten: Die Seat-Sportmarke hat den Ateca gezielt überarbeitet. Tempo 100 in unter fünf Sekunden …

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 05. August 2020 (04:53)

22. Februar 2018: Die Seat-Sportmarke Cupra wird im Autodrom Terramar, bei Barcelona, offiziell „geboren“ (der Autor dieser Zeilen war live dabei). Das erste Modell der neuen Marke: Cupra Ateca. 720 Stück wurden bis dato in Österreich verkauft – jetzt hat man den Per- formance-SUV gezielt verfei-nert.

Bei der Optik hat sich vor allem die Frontpartie verändert: Sie wurde selbstbewusster, emotionaler, schärfer. Die auffälligste Neuerung im Innenraum ist das schnittige Lenkrad, „eine Hommage an den Rennsport“, betonen die Spanier. Fans werden dabei vor allem an zwei neuen Details ihre Freude haben: Der Startknopf am Volant ist in der Performance-Liga längst ein Muss, die gegenüber liegende Cupra-Taste aktiviert direkt die maximalen Lebensgeister des Kompaktsportlers. Der Cupra Ateca verfügt über insgesamt sechs verschiedene Fahrprofile – so wird er blitzschnell vom unaufgeregten Alltagsfahrzeug zum reinrassigen Sportler, der Fahrkomfort kommt dabei nie zu kurz.

„Mit dem Cupra Ateca haben wir ein klares Statement im Segment für Performance-SUVs abgegeben – und mit dem neuen Modell untermauern wir diesen Anspruch!“ Oliver Schmidt, Pressesprecher Seat/Cupra Österreich

Ordentlich festhalten ist beim Cupra-Modus angesagt! Dass der Wagen abgeht, als gäbe es kein Morgen, hat er eindrucksvoll auf einer abgesperrten Bergstrecke im Hinterland von Malaga bewiesen. Dank adaptiver Fahrwerksregelung kann er unmittelbar auf Änderungen im Fahrverhalten und der Streckenbedingungen reagieren. Wie er auf der Straße „pickt“, ist schon herrlich. Ein cleverer Allrad- antrieb befindet sich immer an Bord, ebenso wie ein sieben-gängiges Doppelkupplungsgetriebe.

An der Leistungsschraube wurde bei der Verfeinerung nicht gedreht (somit weiterhin 2,0-Liter-Turbobenziner mit 300 PS und 400 Newtonmeter). Dass der Sprint von 0 auf 100 jetzt dennoch drei Zehntel kürzer dauert als bisher (nämlich 4,9 Sekunden), liegt am ausgefeilteren Feintuning in der Motor/ Getriebe-Abstimmung und der überarbeiteten Launch-Control für den gepflegten Katapultstart (der Ordnung halber die Höchstgeschwindigkeit: 247 km/h). Muss einfa ch erwähnt werden: Die Schalensitze, für Fahrer und Beifahrer, sind einfach toll, nein, einfach sensationell! Und bitte unbedingt mitbestellen: Die Akrapovic-Aus-puffanlage liefert herzzerreißend röchelnd und schnalzend den passenden Soundtrack für den Spanier. Caramba!

Caramba heißt es auch für die höhere Konnektivität und die neuen Sicherheits- und Komfortsysteme. Mit der Einführung der Travel-Assist-Technologie wird eine halbautonome Fahrfunktion möglich, theoretisch bis Tempo 210. Aber mit diesem Auto will bzw. muss man selbst fahren.