Neuer Sandero als großer Schritt nach vorne. Wie heißt es schön: Erfolg macht stark, Erfolg verpflichtet! Die rumänische Renault-Tochter bringt den Sandero neu auf den Markt. Die Erfolgsstory geht weiter.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 30. Dezember 2020 (01:57)
Der neue Sandero (rechts der Stepway) basiert auf der CMF-Plattform. Allerdings ist die Plattform, auf der auch Renault Clio oder Nissan Micra aufbauen, als „Low Spec“ mit einem reduzierten Umfang ausgerichtet, um den Dacia preiswerter anbieten zu können. Trotzdem schwer ok!
Dacia

Der Sandero ist eine absolute Erfolgsgeschichte: Seit 2008 rollten 2,1 Millionen Exemplare vom Band – somit das meistgekaufte Modell von Dacia. Ein beliebter Kleinwagen, der so nebenbei die europäische Zulassungsstatistik als meistverkauftes Privatkundenfahrzeug anführt. Hut ab!

Jetzt geht die dritte Generation an den Start. Und sie ist bezüglich Preis/Leistung-Verhältnis wieder top. War aber auch nicht anders zu erwarten! Das Einstiegsmodell kostet 8.790 Euro – das heißt: günstigster Neuwagen in Österreich.

Kurzer Rückblick: Der erste Sandero, Debüt im Juli 2008, war ab 7.990 Euro zu haben. Und der neue Sandero Stepway steht ab 11.890 Euro in der Preisliste – und ist (dreimal dürfen Sie raten) das günstigste Crossover-Modell in Österreich.

„Neuer Sandero – das heißt: Viel Auto um wenig Geld, die neue Definition des Wesentlichen …“ Karin Kirchner, Direktorin Kommunikation, Dacia Österreich

Wir müssen festhalten: Noch nie sah ein Dacia besser aus, obgleich die Neuauflage beim Design keine radikal neuen Wege geht. Geiz ist noch immer geil – und kann auch cool aussehen. Fällt sofort auf: die neuen Y-förmigen LED-Scheinwerfer. Weiteres nettes Detail: Anstelle der bisherigen Klappgriffe zum Öffnen der Türen verfügen die Fünftürer ab sofort über Bügeltürgriffe.

Eine Premiere bei Dacia: Im Laufe des Jahres 2021 wird erstmals ein elektrisches Schiebedach erhältlich sein. Praktisch: Die Dachreling beim Sandero Stepway kann zum Dachträger umfunktioniert werden (Dachlast maximal 80 Kilogramm). Die Crossover-Variante (Bodenfreiheit 201 Millimeter, unbeladen) ist bezüglich Design übrigens eigenständig wie noch nie, das merkt man vor allem bei der Frontpartie.

Beide haben in der Größe etwas zulegt – so wuchs der Sandero in der Länge um 31 Millimeter (auf 4.088), der Sandero Stepway um 19 Millimeter (auf 4.099). Die Dacia-Leute betonen dazu: „Das Raumangebot ist aber eine Klasse größer geworden! Unter anderem Klassenbestwert bei der Kniefreiheit im Fond …“ Die dritte Sandero-Generation ist eine komplette Neuentwicklung auf Basis der CMF-Plattform der Allianz Renault-Nissan-Mitsubishi.

Bedienfreundlich gestaltetes Interieur. Und: Hartplastik muss nicht immer störend sein.
Dacia

Das Motorenangebot, in Euro 6d, überrascht nicht. Los geht es mit einem 1,0-Liter-Saugbenziner mit 65 PS (nicht für den Sandero Stepway) und Fünf-Gang-Schaltung. Darüber rangiert ein 1,0-Liter-Turbobenziner mit 90 PS und Sechs-Gang-Schaltung (Automatikfreunde können optional ein CVT wählen).

Diesel? Fehlanzeige. Als Alternative gäbe es einen 100-PS-Turbo, der bivalent mit Benzin und LPG/ Flüssiggas betrieben werden kann – in Österreich gibt es allerdings vorerst nur die zwei „normalen“ Dreizylinder. Eine Elektrovariante kommt definitiv nicht: Hier bringt Dacia nächstes Jahr den 3,73 Meter kurzen Spring (made in China) auf den Markt, die Reichweite soll nach WLTP 225 Kilometer betragen.

Bezüglich Konnektivität (erstmals drei Multimediasysteme zur Auswahl) und Goodies hat sich der „Kleine“ natürlich auch weiterent- wickelt: Curtain-Airbags, aktiver Notfallbremsassistent, Berganfahrhilfe, Toter-Winkel-Warner, Regensensor, schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, automatische Parkbremse, e-Call-Funktion …