Mit handschriftlicher Signatur. Die Plattformbrüder Seat Ibiza und Seat Arona wurden frisch herausgeputzt. Ex- und Interieur verfeinert, Elektronikmitgift erweitert.

Von Beatrix Keckeis-Hiller. Erstellt am 29. Juli 2021 (05:00)
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Ibiza und Arona (beide sind auf der MQB-A0-Plattform des VW-Konzerns aufgebaut): Die nunmehr serienmäßigen LED-Scheinwerfer unterstreichen den geschärften Auftritt. Hauptaugenmerk lag jedoch auf der fortgesetzten Digitalisierung und Aktualisierung der Assistenztechnik. Der Arona hat eine neue Ausstattungsvariante bekommen – Name: Xperience.
Seat

Höchst populär ist die Balearen- Insel Ibiza, ein spanisches Urlaubsparadies mit flippigem Flair. Das mit der Popularität trifft auch auf den Kleinwagen von Seat zu. Er ist seit 1984 fast sechs Millionen Mal vom Produktionsband in Martorell (bei Barcelona) gerollt. In Österreich ist er im Seat-Programm der Topseller, mit 24 Prozentanteil an der Modellpalette. Für das erste Halbjahr 2021 bedeutet das 2.583 Fahrzeuge. Der Gesamtbestand über alle Generationen hinweg beträgt aktuell 70.700 Stück.

Mit dem jüngsten Generationswechsel von 2017 hat die spanische VW-Tochtermarke dem Ibiza eine Verstärkung zur Seite gestellt: den City-SUV Arona. Dessen Name hat auch einen insularen Bezug, einen kanarischen – es ist eine Stadt auf Teneriffa. Dennoch ist der subkompakte Katalane keine singuläre Insel-Erscheinung. Er hat weltweit bisher 350.000 Abnehmer gefunden. Hierzulande macht sein Anteil unter den Seat-Brüdern aktuell 18 Prozent aus, das sind 2.025 Einheiten (Jänner bis Juni 2021). Auf heimischen Straßen ist er derzeit insgesamt bereits 10.462 Mal vertreten.

„Der Ibiza ist traditionell ein wichtiger Eckpfeiler des Seat-Modellprogramms, und der Arona ist dazu eine ideale Ergänzung!“ Oliver Schmidt, Pressesprecher Seat Österreich

Diese internationalen und nationalen Zahlen waren für Seat Grund genug, die beiden frischen Autos noch frischer zu halten.

Man hat ihnen ein optisches und technisches Update spendiert. Dazu gehört, dass sie nun beide handschriftlich signiert sind – was den Typenschriftzug am Heck betrifft. Dazu kommen serienmäßige LED-Scheinwerfer, in den Einstiegsausstattungsstufen in einer Eco-Variante, in den höheren Mitgiftniveaus in einer vollumfänglichen Version.

Im Interieur wurde aufgeräumt: Das Armaturenbord ist neu gestaltet und soft aufgepolstert, das Zentraldisplay für Infotainment und Navigation – Standard sind 8,25 Zoll, in den Topniveaus ist es 9,2 Zoll groß – wurde neu postiert, es liegt jetzt günstiger im Blickfeld. Nachgelegt hat man ebenso im Kapitel elektronische Assistenten: An Bord sein kann ein Travel Assist – bis Tempo 210, für alle Geschwindigkeitsbereiche.

Bezüglich Motorisierungen gibt es kaum Neues. Diesel sind seit dem vergangenen Jahr ohnehin Geschichte. Mild- oder Plug-in-Hybridisierung lässt die Baubasis derzeit nicht zu. Deshalb bleibt es beim 1,0-Liter-Dreizylinder und beim 1,5-Liter-Vierzylinder (jeweils Benziner) sowie dem 1,0-Liter-Erdgastriebling. Die kleinen Ottos haben 80 (nur im Ibiza), 95 oder 115 PS. Der große Benziner bringt es auf 150 PS.

Seat Arona
Ibiza und Arona (beide sind auf der MQB-A0-Plattform des VW-Konzerns aufgebaut): Die nunmehr serienmäßigen LED-Scheinwerfer unterstreichen den geschärften Auftritt. Hauptaugenmerk lag jedoch auf der fortgesetzten Digitalisierung und Aktualisierung der Assistenztechnik. Der Arona hat eine neue Ausstattungsvariante bekommen – Name: Xperience.
Seat

Die CNG-Variante verfügt über 90 PS. Je nachdem sind die Antriebe mit manuellen Fünf- oder Sechs-Gang-Getrieben oder siebenstufiger Direktschaltung kombiniert. Allradantrieb ist unverändert gar kein Thema. Obwohl es zur neuen Ausstattungsvariante des Arona gut passen würde: Die Version Xperience sorgt anhand von SUV-Dekor für mehr Offroad-Flair am und im kleinen Hochbeiner.

An Fahrwerks- und Lenkungsabstimmung wurde nach offiziellen Angaben nicht gefeilt. Doch wirkte der Ibiza in der 150-PS-Person auf den kurvigen Straßen des spanischen Baskenlands noch knackiger und agiler als bisher. Der Arona überzeugte einmal mehr mit universellem Fahrwerkskomfort.

In beiden Seats fällt das verfeinerte Wohngefühl auf. Die Lichttalente der je nach Ausstattungsstufe mitgelieferten Ambientebeleuchtung konnten nur am Rande getestet werden, es herrschte zwar nicht strahlend sonniges, doch helles Tageslicht. Für leuchtend flippiges Ibiza- und Arona-Flair muss man entweder die Nacht oder eine dunklere Jahreszeit abwarten. Wir freuen uns auf die Testautos.