Corolla auf suzukisch. Das zweite Resultat der aktuellen Suzuki/Toyota-Kooperation ist der Swace – ein kompakter Kombi mit Vollhybridantrieb, der Corolla Touring Sports lässt grüßen!

Von Beatrix Keckeis-Hiller. Erstellt am 21. November 2020 (05:45)
Neu im Suzuki-Programm: Swace. Die Technik und das Layout stammen aus dem Hause Toyota.
Suzuki

Suzuki verdichtet das Modellprogramm weiter. Nach dem Plug-in-Hybrid-SUV Across kommt nun der Hybridkombi Swace. Ohne Erklärung, was dieser Modellname bedeuten könnte. Auch sind Lader kaum eine Stammdomäne des japanischen Labels. Ausnahme war die erste Generation des Baleno (1995 bis 2001), den es in einer Kombivariante gab. Sein Nachfolger von 2015 kombinierte die Themen Kombi und Viertürcoupé unter einem nach hinten hin abfallenden Dach, das kann man auch „Kombilimousine“ nennen. Mittlerweile ist dieses Modell eingestellt.

Damit ist im Portfolio erst recht Platz für den Swace. Der kommt aus der Kooperation mit Toyota, analog zum eingangs erwähnte Across (der ein Zwilling des RAV4 PHEV ist). Techniklieferant für den Kombi ist der Corolla Touring Sports der aktuellen Generation. Allerdings übernimmt Suzuki (vorerst) nur eine Version aus dem auch bei Toyota komplett diesellosen Motorisierungsprogramm: den Voll- hybriden in der 1,8-Liter-Variante. Damit setzt man nicht zuletzt einen weiteren Schritt zur Antriebselektrifizierung der Modellpalette.

Optisch hebt sich der eine vom anderen Japaner nur durch spezifische Logos ab. Und: Suzuki gestaltete ein eigenständiges Styling der Frontpartie, anhand von hexagonalem Kühlergrill im Wabendesign samt hoch gesetzter Scheinwerfereinheit mit schmal geschnittenen Leuchten.

„Mit dem neuen Swace haben wir nun einen Kombi mit großzügigem Platzangebot und modernsten Assistenzsystemen im Modellprogramm!“ Astrid Pillinger, Pressesprecherin Suzuki Österreich

Das Antriebssystem besteht aus einem Vierzylinderbenziner mit 98 PS und einem Elektroaggregat mit 72 PS – daraus ergeben sich 122 PS Systemleistung. An Drehmomentmaximum liefert der Verbrenner 142, der Stromer 163 Newtonmeter (eine Angabe für das Systemdrehmoment behält sich der eine wie der andere Hersteller vor). Gekoppelt ist das Motorengespann des Fronttrieblers an ein stufenloses CVT-Getriebe. Für den 0-auf-100-Sprint sind 11,1 Sekunden angegeben, die Höchstgeschwindigkeit beträgt laut Suzuki 180 km/h. Unter dem Verbrauchs- und Emissionsstrich stehen laut technischem Datenblatt im Normmix 4,5 Liter Benzin pro 100 Kilometer, bei einem CO 2 -Ausstoß von 103 Gramm pro Kilometer.

Wie der Technikbruder von Toyota startet der Swace grundsätzlich im Strommodus. Das nicht aufladbare Hybridsystem ermöglicht eine kurze, rein elektrische Reichweite. Eine Distanzangabe wird nicht geliefert. Die Länge des Stromatems ist von Fahrweise, äußeren (Temperatur-)Bedingungen und der Art des Terrains (bergauf oder bergab) abhängig. An Fahrprogrammen stehen die Modi Normal, Eco und Sport zur Auswahl.

Mit übernommen hat Suzuki von Toyota großteils die Ausstattung. Dadurch konnte aus dem Vollen geschöpft werden – vor allem, was die elektronische Sicherheitstechnikmitgift betrifft. Die reicht von Toter-Winkel- und Querverkehrswarner über adaptiven Tempomat und Parkassistent (in der höheren Ausstattungsstufe) bis zum Spurhaltehelfer- und halter mit Lenkeingriffen.

Auch bezüglich der Praxis-Features gleicht der Swace dem Corolla wie ein Ei dem anderen: Auf 4.655 Millimetern Außenlänge und einem Radstand von 2.700 Millimetern geht sich luftiger Innenraum für Fahrer und vier Passagiere aus, ebenso ein Kofferraumvolumen von mindestens 596 Litern. Und klappt man die Fondlehnen um, passen bis zu 1.606 Liter Ladegut rein. Familientauglich.