Bundesheer bereit: So laufen die Lehrpersonal-Tests. Zwei Tage lang sind 140 Personen im Einsatz. Militärkommandant Gernot Gasser gab nun Einblick in den geplanten Ablauf der Covid-Teststationen: „Es geht auch um Knowhow für die Massentests der Bevölkerung.“

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 04. Dezember 2020 (16:20)
Militärkommandant Gernot Gasser mit einem der Covid-Schnelltests, die nun zum Einsatz kommen.
Wolfgang Millendorfer

Ein erster großer Durchgang ist im Burgenland bereits abgeschlossen: 533 Soldatinnen und Soldaten sowie Personal des Militärkommandos wurde diese Woche getestet – dabei gab es keinen einzigen positiven Corona-Fall.

Burgenlands Militärkommandant Gernot Gasser ist stolz auf die Disziplin. Nicht zuletzt auch deshalb, weil das Bundesheer derzeit an mehreren „Fronten“ gefordert ist: Parallel zur landesweit federführenden Abwicklung der Testungen des Lehrpersonals (5. und 6. Dezember) laufen die Vorbereitungen zur Unterstützung der Massentests der Bevölkerung (10. bis 15. Dezember) sowie der Grenzeinsatz.

Richtet man den Blick Richtung Jänner, kündigt sich ein möglicher zweiter Massentest an und in weiterer Folge die logistische Herausforderung groß angelegter Covid-Impfungen. 

„Wenn die Bevölkerung uns braucht, sind wir da“, fasst Militärkommandant Gasser zusammen. Die Abwicklung der Testungen sei zwar keine Kernaufgabe des Heeres, aber in Krisenzeiten notwendig und eine „spannende Aufgabe“, der man gerne nachkomme. 

Bis zu 7.000 Testpersonen 

Die Fakten: Auf Basis eines Ministerratsbeschlusses wurde das Bundesheer im Rahmen eines Assistenzeinsatzes mit den Testungen für Lehrpersonal und Kindergartenpädagogen beauftragt, inklusive des Verwaltungspersonals umfasst dies eine Gruppe von rund 8.000 Personen. Unter der Führung des Militärkommandos sind rund 140 Personen im Einsatz, neben Soldatinnen und Soldaten, die mit dem militärischen Personal rund 80 Prozent abdecken, auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Roten Kreuzes und des Arbeitersamariterbundes sowie Freiwillige.  

Man geht von einer hohen Beteiligung aus, bei rund 90 Prozent rechnet man an zwei Tagen mit bis zu 7.000 Testpersonen. Gelobt wird in diesem Zusammenhang auch die enge Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion Burgenland. 

Die Teststationen wurden, wie berichtet, in den Bezirkshauptstädten, in Frauenkirchen und in Pinkafeld aufgebaut. „Wir sind bereit“, sagt Gasser. Zugute kommt der Organisation die rege Voranmeldung, mit fixen Zeiten für die einzelnen Testpersonen soll sich auch die Abwicklung zügig gestalten. Der Test selbst sei in wenigen Minuten erledigt, das Ergebnis bekommt man 15 Minuten danach per Handy oder E-Mail, auf Wunsch auch „analog“ nach der Wartezeit. Positive Ergebnisse werden an die Behörde weitergeleitet, worauf Quarantäne und ein PCR-Test angeordnet werden.  

„Dem Ablauf vor Ort haben wir schon im Vorfeld viel Beachtung geschenkt, um auf alle Details vorbereitet zu sein“, so der Militärkommandant. Viel werde auch vom reibungslosen Funktionieren der Bundes-Software abhängen, wobei ein wichtiger Teil schon mit der Voranmeldung abgedeckt sei. Generell erwartet man sich wertvolles Knowhow, das man für die kommende Woche startenden Massentests weitergeben könne.