Heuer bereits 2.000 Strafen wegen Handy am Steuer. Knapp 2.000 Strafzettel wurden im Burgenland heuer bereits ausgestellt, weil Lenker durch das Handy abgelenkt waren.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 09. August 2019 (14:54)
APA/BGLD. LANDESMEDIENSERVICE
Das Telefonieren zählt zu den "Hochrisikofaktoren" im Verkeh. Nach den schweren Unfällen der vergangenen Wochen wolle man mit einer Schwerpunktaktion auf die Gefahr hinweisen. 

Damit zählt das Telefonieren zu den "Hochrisikofaktoren" im Verkehr, wie Andreas Stipsits, Leiter der Landesverkehrsabteilung, am Freitag gegenüber der APA betonte. Nach den schweren Unfällen der vergangenen Wochen wolle man mit einer Schwerpunktaktion auf die Gefahr hinweisen.

Die zahlreichen Unfälle in ganz Österreich hätten gezeigt, dass man die Menschen wieder auf die Problematiken im Straßenverkehr aufmerksam machen müsse. In Neusiedl am See wurden am Freitag deshalb neben der Ablenkung durch das Telefon auch die Kindersicherung und die Einhaltung der Gurtpflicht kontrolliert.

Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ) kündigte im Rahmen der Aktion eine Kampagne gegen Ablenkung am Steuer an. Damit wolle er "der Unfallursache Nummer eins zu Leibe rücken" und auf die hohe Zahl an Verkehrstoten reagieren. Bis 4. August seien im Burgenland immerhin bereits 16 Menschen bei Unfällen ums Leben gekommen.

300 Anzeigen wegen falscher Kindersicherung

Das Telefonieren ohne Freisprechanlage und das Hantieren mit dem Handy sind laut Stipsits vor allem in Kombination mit nicht angepasster Geschwindigkeit häufige Unfallursachen. Ein Gurt wiederum könne im Falle eines Unfalls Leben retten. Dennoch wurden heuer bis 31. Juli bereits mehr als 3.000 Strafzettel ausgestellt, weil Personen nicht angeschnallt waren. Zudem habe es rund 300 Anzeigen wegen falscher Kindersicherung gegeben.

Die meisten falsch oder nicht gesicherten Kinder entdecke die Polizei bei Kontrollen an der Grenze, sagte Stipsits. "Vor allem im osteuropäischen Raum ist das Bewusstsein, dass die richtige Sicherung Leben rettet, nicht so groß", betonte er. Deshalb werde die Kindersicherung im Burgenland auch seit geraumer Zeit streng kontrolliert.

Zahl an Handy-Sündern konstant

In den vergangenen zwei Jahren habe die Polizei aber vor allem auf die Handynutzung am Steuer verstärkt Augenmerk gelegt. Denn während sich die Situation bei den Sicherheitsgurten stark verbessert habe, bleibe die Zahl an Handy-Sündern weiterhin konstant.

Stipsits appellierte an die Lenker, sich im Straßenverkehr immer wieder selbst zu beobachten und das eigene Verhalten zu hinterfragen. "Man sollte darüber nachdenken, ob die Telefonate wirklich so lebensnotwendig sind, dass man dafür Leben gefährdet", betonte er. Oft habe er den Eindruck, die Fahrer würden lediglich zum Zeitvertreib telefonieren.