Knapp 30 Spitalsmitarbeiter in Quarantäne. Im Burgenland befinden sich derzeit knapp 30 Mitarbeiter der insgesamt fünf Spitäler in häuslicher Quarantäne. Darunter seien sowohl Personen, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben, als auch Mitarbeiter der Intensivstation in Kittsee, auf der eine Patientin positiv auf das Coronavirus getestet worden war, berichteten die Sprecher der Krankenhäuser am Dienstag.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 17. März 2020 (13:12)
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Es handle sich um Vorsichtsmaßnahmen. Im Spital der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt sind derzeit "knapp unter 20 Mitarbeiter", sowohl aus der Pflege als auch Ärzte, in Quarantäne. Großteils handle es sich um Urlaubsrückkehrer, die sich etwa in den betroffenen Skigebieten aufgehalten haben und Symptome zeigen, berichtete eine Spitalsprecherin.

In den vier Krankenhäusern der Burgenländischen Krankenanstalten-Ges.m.b.H. (KRAGES) sind zehn Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne. Darunter seien sowohl Personen, die sich seit 28. Februar in Risikogebieten aufgehalten haben, als auch Mitarbeiter der Intensivstation in Kittsee, sagte ein Sprecher.

Die Intensivversorgung in Kittsee ist laut KRAGES derzeit reduziert, nachdem eine 73-jährige Burgenländerin, die dort behandelt wurde, positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Es werden keine neuen Patienten mehr aufgenommen. Die Frau werde nun ins Krankenhaus Oberpullendorf verlegt, betonte der Sprecher. Die Patienten, die in Oberpullendorf intensivmedizinisch behandelt wurden, werden wiederum nach Oberwart gebracht. Auch die Personen, die derzeit noch auf der Intensivstation in Kittsee liegen, sollen verlegt werden. Ziel sei es, die Station leer zu bekommen, um sie hygienisch zu reinigen und anschließend wieder zu öffnen, hieß es vonseiten der KRAGES.

Zudem haben man am Sonntag alle KRAGES-Mitarbeiter, die sich seit 28. Februar in Risikogebieten im In- oder Ausland aufgehalten haben, aufgefordert, sich zu melden und sich in häusliche Quarantäne zu begeben. Testungen würden auch bei Spitalsmitarbeitern nach behördlicher Anordnung durchgeführt, sagte der KRAGES-Sprecher. Zuerst würden Verdachtsfälle getestet, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben und Symptome zeigen, im Anschluss wenn nötig Kontaktpersonen.