Testbetrieb für Virtual-Reality-Brillen in Pflegeheimen. Das burgenländische Hilfswerk startet in drei Seniorenheimen den Probebetrieb für Virtual-Reality-Brillen, mit denen die Bewohner auf Reisen gehen und an vertraute Orte aus der Erinnerung zurückkehren können. Ab August werde es in Kooperation mit dem Oberwarter Unternehmen VitaBlick "virtuelle Reisebüros" in den Heimen geben, teilte Hilfswerk-Geschäftsführer Karl Schiessl am Montag mit.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 27. Juli 2020 (11:50)
Präsentation mit Brille. Altenpflege-Expertin Sonja Schiff, VitaBlick-Geschäftsführer Amadeus Linzer, Pflegedirektorin Marina Meisterhofer und Hilfswerk-Geschäftsführer Karl Schiessl (v.l.).
 
Burgenländisches Hilfswerk

"Das soll altersbedingte Beeinträchtigungen und damit verbundene verminderte Bewegungsfreiheit ein wenig ausgleichen", sagte Schiessl. Die 360-Grad-Videos seien sowohl technisch als auch biografisch speziell auf Senioren abgestimmt und sollen sowohl die Rückkehr zu vertrauten Orten als auch das Reisen an Plätze, die die Senioren in ihrem Leben gerne besucht hätten, ermöglichen.

Im Burgenland seien derzeit etwa virtuelle Ausflüge auf den Csaterberg und am Oberwarter Wochenmarkt möglich. Bis Ende des Jahres sollen insgesamt 50 Ausflüge aus allen Bundesländern produziert werden, betonte Amadeus Linzer, Geschäftsführer von VitaBlick.

Die kurzen Sequenzen seien an die Aufmerksamkeitsspanne der Bewohner angepasst. Die virtuellen Ausflüge werden in Kleingruppen mit bis zu fünf Senioren gleichzeitig abgehalten. Im Anschluss daran können die Bewohner das Erlebte in einem Gruppengespräch Revue passieren lassen.