Viele Genossenschafter beugen sich Nachschusspflicht

Am Landesgericht Eisenstadt hat am Montag die erste Tagsatzung zur Nachschusspflicht der Genossenschafter in der Causa Commerzialbank Mattersburg stattgefunden.

Erstellt am 11. Oktober 2021 | 14:58
Commerzialbank Mattersburg Symbolbild
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Foto: APA/ROBERT JAEGER

Laut Gerichtspräsident Karl Mitterhöfer seien rund 50 Genossenschafter beziehungsweise deren Anwälte vor Richterin Andrea Scheidl erschienen. Die Mitglieder der Eigentümergenossenschaft der nun insolventen Commerzialbank AG hatten Einspruch dagegen erhoben, dass sie ihre Anteile noch einmal einzahlen sollen.

Die Nachschusspflichten für die insgesamt rund 3.000 Genossenschafter in der Höhe von knapp über sieben Euro bis zu mehreren Tausend Euro waren entstanden, weil der Anspruch der Massegläubiger aus dem Genossenschaftsvermögen nicht befriedigt werden kann. Ein Großteil der Beteiligten habe nach Belehrung durch die Richterin ihre Einwendungen am Montag zurückgezogen und sich bereit erklärt, den geforderten Betrag nachzuschießen.

Übrig sei eine "Handvoll" Genossenschafter geblieben, die zum Teil damit argumentierten, dass ihre Unterschrift unter die Beitrittserklärung gefälscht sei, so Mitterhöfer. Für sie soll eine Entscheidung am 6. Dezember in einer zweiten Tagsatzung fallen.