Verordnung für Pflegebereich im Burgenland in Kraft. Modell mit vier Phasen verankert - Altenwohn- und Pflegeheime, Behinderteneinrichtungen und mobile Dienste betroffen.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 01. August 2020 (13:03)
Symbolbild
joshimerbin, Shutterstock.com

Im Burgenland ist seit Samstag eine Corona-Verordnung für den Pflegebereich in Kraft. Vorgesehen ist ein Vier-Phasen-Modell, das einer Aussendung zufolge Aufnahme, Besuchszeiten und Verwendung von Schutzausrüstung in Altenwohn- und Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen sowie bei mobilen Diensten regelt.

Die Verordnung von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) basiert auf dem Covid-19-Maßnahmengesetz des Bundes. Verankert wurden vier Phasen. Während im ersten Abschnitt davon ausgegangen wird, dass es keine Coronafälle im Bezirk gibt, liegt Phase vier vor, wenn eine Covid-19-Erkrankung in der jeweiligen Sozialeinrichtung auftritt.

Gemäß der Verordnung dürfen Personen in Altenwohn- und Pflegeheimen etwa auch in Phase eins nur nach Vorlage eines negativen Coronatest-Ergebnisses aufgenommen werden. Besucher sowie Mitarbeiter sind zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz verpflichtet. Beim Auftreten eines Covid-19-Falles sind Aufnahmen nur noch in akuten Fällen zulässig.

In Behinderteneinrichtungen können Neuaufnahmen bzw. die Rückkehr von Klienten nach längere Abwesenheit ohne weitere Maßnahmen erfolgen, solange es keine Verdachtsfälle oder Infizierten gibt. Beschäftigte und Besucher sind verpflichtet, die Hygienerichtlinien einzuhalten.

Mitarbeiter im mobilen Pflege- und Betreuungsdienst müssen MNS-Masken tragen. Liegt unter den zu betreuenden Personen zumindest ein Verdachtsfall vor, kommt Schutzkleidung hinzu. Reine Betreuungstätigkeiten - insbesondere hauswirtschaftlicher Natur - sind laut Verordnung dann auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Nach Angaben des Landes sind aktuell weitere Maßnahmen zur Regelung des Umgangs mit Covid-19 in Ausarbeitung. Diese betreffen demnach andere Bereiche des Sozialwesens.