Drei Festnahmen im Burgenland. Ermittler haben eine Bande ausgeforscht, die mit Diebstählen von Bankomat- und Kreditkarten ihren Lebensunterhalt bestritt. Die Gruppe war in vier Bundesländern aktiv. Durch Bargeldabhebungen mittels gestohlener Karten entstand ein mittlerer fünfstelliger Schaden. Drei Männer sind in U-Haft, zwei Komplizinnen werden gesucht, berichtete die Landespolizeidirektion Burgenland am Dienstag.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 24. März 2020 (12:22)
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Die Männer im Alter von 22, 26 und 32 Jahren waren der Polizei schon Anfang Februar nach Handtaschen- und Geldbörsendiebstählen in Neusiedl am See ins Netz gegangen. Nach einem Fluchtversuch auf der Nordostautobahn (A6) in Richtung Slowakei wurde das Trio festgenommen.

Im Wagen fanden die Beamten verschiedene Kleidungsstücke, darunter Mützen, Schals und Jacken. Mitglieder der Bande hatten sie benutzt, um beim Abheben mit gestohlenen Bankomatkarten nicht erkannt zu werden. Die drei Festgenommenen wurden in die Justizanstalt Wien-Josefstadt gebracht. Zwei Komplizinnen, 18 und 20 Jahre alt, sind noch flüchtig.

Ermittler legen der Bande inzwischen rund 50 Straftaten zur Last, die im Zeitraum von Dezember 2018 bis Februar 2020 im Burgenland, in Nieder- und Oberösterreich sowie in Wien verübt worden waren. Die Vorgangsweise war laut Polizei stets gleich: Aus Einkaufswagen in Geschäften oder aus geparkten, unversperrten Fahrzeugen wurden Handtaschen oder Geldbörsen gestohlen und mit den darin aufbewahrten Bankomat- oder Kreditkarten wurde Geld abgehoben. Die drei Männer zeigten sich ob der Vorwürfe teilweise geständig. Weitere Ermittlungen sind noch im Gange, hieß es von der Landespolizeidirektion Burgenland.