Neuer Standort: Rennen um Flugrettung. Zusätzlicher Hubschrauber im Bezirk Neusiedl am See geplant. Neben ÖAMTC soll auch „Flugrettung Martin“ Interesse haben.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 08. Januar 2021 (04:46)
Der „Christophorus“-Hubschrauber. Seit 35 Jahren auch im Burgenland im Einsatz.
ÖAMTC

Wie im Regierungsprogramm vorgesehen, soll möglichst rasch ein neuer Rettungshubschrauber im Nordburgenland stationiert werden. Neben der Verbesserung der Versorgung hat man dabei auch bereits das neue Krankenhaus Gols im Auge.

Die Ausschreibung für den zusätzlichen Hubschrauber-Standort gibt es noch nicht, aber zumindest zwei Interessenten. Denn neben dem ÖAMTC, der mit den „Christophorus“-Hubschraubern bislang die Flugrettung im Land abdeckte, bekundete auch Heli Austria Interesse an einem Vertrag. Mit der „Flugrettung Martin“ werden derzeit acht Standorte in vier Bundesländern betrieben. Gesucht wird nun eben auch ein Standort im Nordburgenland.

Seitens des ÖAMTC will man sich im Falle einer Ausschreibung auf jeden Fall bewerben. Das bestätigt Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung: „Das Burgenland wird jetzt schon sehr gut mit unserem Angebot versorgt und wir wollen auch hier ein Partner des Landes sein.“ Sollte die Betreibung eines eigenen Standortes Teil der Ausschreibung sein, werde man auch das erfüllen, sagt Kraxner.

Der ÖAMTC ist seit 1985 – von Wiener Neustadt und Wien aus – im Land im Flug-Einsatz; 2005 kam der „Christophorus 16“ in Oberwart dazu. Dieser flog 2020 mehr als 900 Einsätze.