Erstellt am 05. November 2018, 13:48

von APA Red

Sexbuch-Veröffentlichung: Lehrerin bleibt suspendiert. Eine Lehrerin aus dem Burgenland, deren Ex-Freund unter ihrem Namen ein Sex-Tagebuch verfasst und veröffentlicht haben soll, bleibt weiterhin vom Dienst suspendiert.

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Das hat die Disziplinarkommission entschieden, bestätigten am Montag Burgenlands Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz und der Rechtsanwalt der Frau, Rudolf Schaller, auf APA-Anfrage. Schaller betonte, dass es sich um eine vorläufige Suspendierung handle: "Das ist nicht das allerletzte Wort." Nun folge ein Disziplinarverfahren. Eine Möglichkeit sei es nun, das Bundesverwaltungsgericht anzurufen, "was nun wahrscheinlich passieren wird".

Bei den bekannten Verlagen habe man erreicht, dass das Buch nicht verkauft werde, so Schaller. Auch Webseiten seien gesperrt worden. Beim Onlinehändler Amazon, wo zunächst lediglich der Verkauf gestoppt worden war, war das Buch am Montag aus dem Internet-Angebot verschwunden.

Der Rechtsanwalt zeigte sich zuversichtlich, dass Verlage beziehungsweise Firmen, die das Buch ohne Erlaubnis seiner Mandantin veröffentlichten, am zivilrechtliche Weg belangt werden können. Es gehe etwa um Fragen des Datenschutzes, Identitätsdiebstahl und um das Recht am eigenen Bild. Es gebe viele Bestimmungen, die einen, wenn man sie übertritt, schadenersatzpflichtig werden ließen.

Disziplinarverfahren ohne Fristsetzung

Man habe Montagvormittag die Entscheidung der Disziplinarkommission bekommen, "dass wir auch weitere Schritte setzen sollen, dass die vorläufige Suspendierung bestätigt ist und dass wir jetzt weitere Untersuchungen einzuleiten haben und Einvernahmen - was immer dann notwendig ist", sagte Bildungsdirektor Zitz.

Zu Inhalten des Verfahrens könne er nicht Stellung nehmen. "Das ist nur eine Entscheidung dafür, dass nun erhoben werden soll." Für die Dauer des Disziplinarverfahrens gebe es keine Fristsetzung. Die Dauer eines solchen Verfahrens hänge von der Komplexität ab und sei sehr unterschiedlich, stellte Zitz fest.

Entschieden wurde über die Suspendierung in der Steiermark. Dort sei der Sitz der zuständigen Disziplinarkommission, erläuterte der Bildungsdirektor.