Neue Woche bringt Badewetter mit Abstrichen. Am Dienstag landesweit Hitze mit bis zu 36 Grad

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 25. Juli 2020 (11:21)
Das Mädchen konnte nach dem Rutschen aus dem Wasser geholt werden
APA (Symbolbild/dpa)

Der diesjährige Sommer ist launisch und will sich nicht so recht einfügen in den Trend von teils deutlich zu warmen und zu trockenen Sommern der letzten Jahre. Zwar ist nach Angaben der Experten der Österreichischen Unwetterzentrale (www.uwz.at) auch in der neuen Woche kein beständiges Hoch oder gar eine Hitzewelle auszumachen, in Summe präsentiert sich das Wetter in den nächsten Tagen aber hochsommerlich und zumindest vorübergehend auch sehr heiß.

Sommer 2020 bisher durchschnittlich temperiert

Bezieht man sich auf die aktuelle Klimareferenzperiode von 1981 bis 2010, so bilanziert der diesjährige Sommer bei der Temperatur aktuell genau durchschnittlich, wenngleich im landesweiten Flächenmittel zu nass und mit etwas zu wenig Sonne. „Der Sommer zeigt sich also durchaus so, wie er früher einmal üblich war“, meint Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. Der Mensch gewöhnt sich jedoch schnell an neue Umstände und so dienen den meisten eher die Sommer der jüngeren Vergangenheit als Referenz. Von diesen finden sich mit 2015, 2017, 2018 und 2019 gleich 4 Sommer unter den 5 heißesten.

Und dennoch: Allzu groß scheint der Unmut über den bisherigen Sommerverlauf nicht zu sein. In einer auf Facebook von der Österreichischen Unwetterzentrale geteilten Umfrage gaben immerhin 58 % der 1829 Befragten an zufrieden mit dem Wetter der letzten Wochen zu sein, 42 % hingegen vermissen höhere Temperaturen und längere Hochdruckphasen.

30 Grad selbst auf 1000 m Höhe

Wie auch immer die verschiedenen Vorlieben sind, in der neuen Woche ist für alle etwas dabei. Nach einem noch phasenweise bewölkten Sonntag scheint die Sonne vor allem am Montag und Dienstag im ganzen Land, häufig bleibt es dabei trocken. Zunächst liegen die Temperaturen im angenehmen sommerlichen Bereich zwischen 24 und 30 Grad, am Dienstag wird jedoch vorübergehend sehr heiße Luft in den Alpenraum geführt. „Landesweit gesehen zeichnet sich der heißeste Tag des bisherigen Jahres ab, denn nahezu überall sind 30 Grad und mehr zu erwarten, selbst in höheren Lagen um 1000 m“, so Spatzierer. Auf bis zu 36 Grad steigt die Temperatur hingegen im Flachland und in manchen Tälern, in allen Landeshauptstädten sind 33 bis 35 Grad in Aussicht.

Tiefausläufer am Mittwoch, nachfolgend wieder Badewetter

Doch was wäre dieser Sommer ohne zwischenzeitlichen Tiefdruckeinfluss? Eine Kaltfront erreicht die Alpen am Mittwoch, damit überwiegen an der Alpennordseite die Wolken bei wiederholtem Regen und nur 22 bis 27 Grad. Im Süden und Osten kommen nach einer sonnigen und heißen ersten Tageshälfte vermehrt Schauer und Gewitter auf, hier werden nochmal bis zu 33 Grad erreicht

Für die nachfolgenden Tage zeichnet sich schließlich wieder beständigeres Badewetter ab. Im Flach- und Hügelland überwiegt der Sonnenschein, im Bergland bilden sich zum Abend hin ein paar Wärmegewitter. Mit meist 25 bis 33 Grad bleiben die Temperaturen auf hochsommerlichem Niveau.