Digital am Tag der Familie. Anlässlich des Internationalen Tages der Familie hoben Landesrätin Daniela Winkler und Marek Zeliska, Vorsitzender der Familienallianz und Leiter des SOS-Kinderdorf Burgenland, heute, Freitag, die gesellschaftspolitische Bedeutung der Institution Familie gerade in Situationen wie der Coronakrise hervor und gaben die Sieger des Familienpreises bekannt.

Von Redaktion bvz.at. Erstellt am 15. Mai 2020 (13:19)
Familienlandesrätin Mag.a (FH) Daniela Winkler bekam von Mag. Marek Zeliska, der Vorsitzende der Familienallianz und Leiter von SOS-Kinderdorf Burgenland, ein Geschenk aus dem SOS Kinderdorf überreicht.
Bgld. Landesmedienservice

Unter dem Motto „Das digitale Dorfbankerl – Wo sich burgenländische Familien im Jahr 2020 im Netz treffen“ wurde heuer der Fokus auf soziale Plattformen in Internet gelegt. Die eingereichten Projekte einen neuen Fokus auf soziale Plattformen.

Angesichts der Coronakrise gab es heute, am Internationalen Tag der Familie, statt vielfältiger Aktionen für burgenländische Familien eine Pressekonferenz, bei der Familienlandesrätin Daniela Winkler den Stellenwert der Familie in herausfordernden Zeiten wie der Coronakrise hervorhob: „Familien bilden den Grundstock einer Gesellschaft. Sie bedeuten nicht nur Glück, sondern auch harte Arbeit. Das haben wir angesichts der Coronakrise gesehen, in der die Familie oftmals nicht nur Familie, sondern auch Schule und Arbeitsplatz war und in der sämtliche Familienmitglieder oft an ihre Belastungsgrenze kamen. Wir haben auch gesehen, wie wichtig der Zusammenhalt innerhalb der Familie ist, um Krisen wie diese zu meistern, und wie wichtig die Großfamilie ist“, betonte Winkler: „Ich möchte mich daher besonders bei allen Familien, aber auch bei den Pädagogen und Betreuungseinrichtungen für ihr Engagement und diesen Zusammenhalt bedanken.“

Familienpreis: „Das digitale Dorfbankerl“

Das heurige Motto des alljährlich vom Familienreferat des Landes Burgenland ausgeschriebenen Familienpreises, „Das digitale Dorfbankerl – Wo sich burgenländische Familien im Jahr 2020 im Netz treffen“, rückte soziale Plattformen im Internet in den Mittelpunkt, wo Eltern und Familien Rat finden und sich vernetzen – von Erziehungs- und Rezepttipps bis hin zum Austausch mit Gleichgesinnten. „Bei uns im Burgenland gibt es zwar noch die physischen Dorfbanker, doch das Internet wird immer mehr der Ort, wo Rat und Informationen gesucht werden“, so Winkler. Nominiert werden konnten Familien-Blogs, Facebook-Seiten, -Gruppen oder -Profile für Eltern, Instagram-InfluencerInnen, die aus ihrem Leben als Eltern berichten, aber auch Youtube-Channels, die sich mit dem Thema Familie beschäftigen.

Der erste Preis geht an die ASKÖ Burgenland, gefolgt von der Internet-Plattform „Kleines Nest - Beratungen rund ums Baby“ und den „Still- und Tragemamas Süd/Ost Steiermark und südliches Burgenland“. Die ersten drei Plätze sind mit jeweils 500 Euro dotiert. Die Siegerprojekte werden in einer Broschüre vorgestellt. Eine entsprechend feierliche Preisübergabe wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Woche der Familie – Angebot in digitaler Form

Die wachsende Bedeutung der digitalen Vernetzung zeigte sich während der Coronakrise auch bei der Zusammenarbeit zwischen Familien, Familienorganisationen und Betreuungseinrichtungen, erläuterte Marek Zeliska, der Vorsitzende der Familienallianz und Leiter von SOS-Kinderdorf Burgenland: „Es ist wichtig, gemeinsam mit den 15 in der Familienallianz zusammengeschlossenen Organisationen unsere Angebote und Inhalte in die digitale Welt zu übertragen. Vieles wurde nun im Rahmen der Woche der Familie umgesetzt, die angesichts der aktuellen Situation heuer ausschließlich digital stattfindet.“ Die Internetseite www.woche-der-familie.at bietet Familien und Eltern, aber auch Initiativen und Plattformen zum Thema Familie die Möglichkeit, sich digital zu vernetzen, aber auch verschiedenste Angebote – von Familientipps bis zu einer digitalen Spielesammlung.

Eine Herausforderung bedeutete die Coronakrise auch für SOS Kinderdorf: „Der Heimunterricht war eine große Herausforderung, vor allem für die einzelnen Häuser im SOS-Kinderdorf mit mehreren Kindern verschiedener Altersstufen unter einem Dach. Auch die Freizeitbeschäftigung der vielen Kinder unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen war nicht immer einfach. Jedoch durch die konsequente Einhaltung der Maßnahmen konnte die entsprechende Betreuung aller Kinder und Jugendlichen auch in der Corona-Krise gesichert werden. Ich bin stolz, auf unsere starke SOS-Kinderdorf Familie, darauf, wie sehr alle zusammengehalten haben“, so Zeliska. Zum Tag der Familie alarmiert SOS-Kinderdorf: „Schon vor der Corona-Krise fühlten sich einer von SOS-Kinderdorf beauftragten Studie zufolge 88% der Familien unter Druck. Die Nachbeben von Corona werden die Familienwelt noch lange beschäftigen, vor allem die Familien, die bereits geschwächt in die Krise gegangen sind“, so Zeliska abschließend.