Rezepte gegen den Ärztemangel. Neo-Obmann Andreas Huss bei Eisenstadt-Besuch für mehr Flexibilität bei Kassen.

Von Alexandra Gollubics-Prath. Erstellt am 23. Juli 2020 (05:33)
ÖGK-Besuch. Obmann Andreas Huss (r.) mit Landesobfrau Sabine De Martin De Gobbo und AK-Präsident Gerhard Michalitsch.
ÖGK

Die Stärkung der Hausärzte und somit langfristige Absicherung der Versorgung auf dem Land stehe ganz oben auf seiner Agenda, erklärte Andreas Huss, neuer Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), bei seinem Antrittsbesuch in der burgenländischen Landesstelle. Der ÖGK-Vorsitz war im halbjährlichen Wechsel Anfang Juli von der Arbeitgeber- auf die Arbeitnehmervertreterseite übergegangen – der Salzburger Huss wurde von der Arbeiterkammer entsandt.

Es zeige sich immer mehr, dass junge Mediziner „in Zusammenarbeitsformen drängen“ würden, so Huss, eine Antwort seien Primärversorgungseinrichtungen, allerdings brauche es Änderungen wie etwa Anstellungsmodelle von Ärzten auch als Teilzeitbeschäftigte in Arztpraxen oder Job-Sharing-Praxen: „Wir müssen hier als Kasse wesentlich flexibler sein als bisher.“ Ein erfolgreiches Modell gebe es bereits im Burgenland, betonte Sabine De Martin De Gobbo, seit Juli neue Obfrau der ÖGK Burgenland, nämlich das „Primärversorgungsnetzwerk Raabtal.“