Pflege- und Betreuungsbedarf finanziell abgesichert. Landesrat Illedits: 3,3 Millionen Euro vom Bund für die zusätzlichen Unterbringungsmöglichkeiten und für die Verstärkung der Pflegehotline des Landes 057-600-1000.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 25. März 2020 (14:52)
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„Wir treffen aktuell alle notwendigen Maßnahmen, damit die pflege- und betreuungsbedürftigen Menschen und deren Angehörige die erforderliche Unterstützung bekommen. Die Versorgung funktioniert aktuell gut“, betonte Soziallandesrat Christian Illedits am Mittwoch in einer Aussendung. Für die zusätzlichen Maßnahmen erhält das Burgenland 3,3 Millionen Euro aus dem Pflegefonds der Bundesregierung. Diese Mittel sollen für die verstärkten Informationen über die Pflegehotline sowie zusätzliche Ersatzbetreuungseinrichtungen im Land verwendet werden.

Zur Bewältigung der aktuellen Krise sollen die Länder einmalig 100 Millionen Euro erhalten, um den Pflege- und Betreuungsbedarf abzusichern. Anhand des Schlüssel der Wohnbevölkerung wurde das Ausmaß für jedes Bundesland ermittelt. Für das Burgenland werden 3,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damit werden folgende Maßnahmen unterstützt:

Hotline &Unterbringungsmöglichkeiten

Gut etabliert hat sich in den vergangenen Monaten die Pflegehotline des Landes. Unter 057-600-1000 sind die Pflege- und Sozialberater erreichbar. Das bestehende Service wird ausgeweitet und steht künftig täglich von 8 – 18 Uhr zur Verfügung.

Mit den Geldern aus dem Sozialministerium werden zusätzliche Ersatzbetreuungseinrichtungen für die Dauer der Pandemie eingerichtet. Diese stellen als temporäre Angebote für pflege- und betreuungsbedürftige Personen den Versorgungsbedarf sicher.

„Die Versorgungsstruktur funktioniert im Burgenland sehr gut. Die Träger haben es geschafft, den Betrieb trotz schwieriger Rahmenbedingungen fortzuführen. Für die aktuelle Situation liegt ein Notfallplan bereit, damit die Grundversorgung der Pflege und Betreuung gesichert wird. Wir werden die notwendige Infrastruktur mit dem dafür qualifizierten Personal einrichten und eine ausreichende Anzahl an Betten vorhalten können“, unterstreicht Illedits. „Bei allen Planungen und Entscheidungen stimmen wir uns mit den Trägern ab und binden die Arbeitsgemeinschaft Hauskrankenpflege und soziale Dienste ein. Die vorbereitenden Arbeiten sind auf allen Ebenen im Gange. Bei den Einrichtungen wollen wir auf die momentan nicht benötigten Infrastruktureinrichtungen des Burgenlands zurückgreifen“, so der Soziallandesrat.

Als wichtiger Punkt werden auch die neuen Förderrichtlinien des Sozialministeriums für die finanzielle Unterstützung der 24 Stunden Betreuung gewertet. Viele Betreuerwechsel können derzeit auf Grund der Situation an den Grenzen nicht durchgeführt werden, deshalb gibt es eine wesentliche Neuerung für Menschen mit Betreuungsbedarf. Für die Dauer der Pandemie gibt es dieselbe Unterstützungsleistung für eine Betreuerin wie bisher für zwei. Das bedeutet im Einzelfall, es werden 550 Euro für eine Betreuungskraft ausbezahlt. Zusätzlich gibt es für Burgenländerinnen und Burgenländer eine Landesförderung in der Höhe von maximal 800 Euro. „Mit dieser Unterstützung wollen wir erreichen, dass die Menschen weiterhin in den eigenen vier Wänden gut versorgt werden können“, so Illedits.