Mörbisch mit Verkaufsrekord zum 65er

Erstellt am 24. November 2022 | 05:32
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8533616_bvz47wagi_alfons_haider_c_kaiser_2sp.jpg
Jubiläum mit Jubel-Anlass. Kulturbetriebe-Generalintendant Alfons Haider glänzte in 65 Jahren schon in vielen Rollen. Mit „Mamma Mia!“ will er Mörbisch zum Glitzern bringen.
Foto: Kaiser
Alfons Haider beschenkte sich mit einem Vorverkaufs-Rekord zu seinem 65. Geburtstag praktischerweise gleich selbst. Plus: Stimmt bei unserer Umfrage mit!

„Mahlzeit, grüß Euch, Hallo“, schreitet der Generalintendant seine Reihen ab. Das fast ausschließlich weibliche Personal der Kulturbetriebe Burgenland grüßt freundlich. „Ohne deren unglaubliche Arbeit hätten wir das nie geschafft“, erklärt Alfons Haider. „Das“, das sind die Vorverkaufszahlen. Und die, die können sich sehen lassen: „50.000 Karten haben wir bereits verkauft, dazu kommen tausende Reservierungen. Eine Kollegin, die schon 20 Jahre dabei ist, hat mir gesagt, dass es so etwas noch nie gegeben hat.“

„Mamma Mia!“ bricht die Vorverkaufs-Rekorde

In seinem Büro zieren Aufnahmen vergangener Auftritte die Wände. „Ich mag das nicht, wenn jemand zu mir sagt, dass ich jetzt ,nur‘ im Burgenland bin. Gemessen an der Größe ist das Burgenland eine kulturelle Großmacht“, betont Haider.

Das Burgenland nicht als Abstieg, sondern als Heimkehren: Als 16-Jähriger sei er als unbekannter Statist („in zu engen Hosen“) bereits in Mörbisch auf der Bühne gestanden. Damals durften noch Pferdekutschen auf die Bühne, das wurde einer Sprechrolle zum Verhängnis, er wurde überrollt, Haider sprang ein, trug dessen einzigen Satz mit Bravour vor.

„Das nächste Mal bekommst du zwei Sätze,“ habe ihm der Regisseur versprochen. „Das nächste Mal stehe ich bereits in vorderster Reihe“, prophezeite der 16-Jährge. Mit Recht: „Keine 50 Jahre später bin ich nun zurück – sogar vor der vordersten Reihe.“

In „Unterhaltung“ steckt die „Haltung“ – wir wollen Qualität hochhalten . Alfons Haider Jubilar und Generalintendant

Zu seinem 65. Geburtstag am 24. November – dem, wie er salopp sagt, „letzten Drittel meines Lebens“ – blickt Haider zufrieden zurück. Auf sein Leben, wie auf den Strategiewechsel, den er der ehemaligen Operetten- und nun Musicalbühne Mörbisch verpasst hat. „Nur, dass ich als Intendant nicht mehr selbst auf der Bühne stehen kann, das tut mir leid“, ist seine einzige Konzession.

Dafür gibt es noch Pläne für seine bis 1. Jänner 2025 laufende Amtszeit. Haider plant ein „Operetten-Karussell“: Eine Operette soll „wandernd“ in Jennersdorf und einer noch zu bestimmenden Bühne im Nordburgenland aufgeführt werden. „Die Wiener fahren nicht bis ins Südburgenland, die Steirer nicht ins Nordburgenland“, erklärt der Jubilar seine Marketing-Idee dahinter.

Die Gegenwart aber gehört „Mamma Mia!“, dem Musical, das die Mörbischer Rekorde brechen wird, dem sechs Musicalstars angehören werden (Haider dazu neckisch: „Ich verrate aber noch nicht, welche.“) und dessen Hits wohl alle Zuschauer lauthals mitsingen können. Und dazu sind sie auch herzlich eingeladen: Im Finale wird es ein „Sing Along“ geben, mit Text, damit die Gäste so richtig mitsingen können. „Die Stars lenkt das nicht ab“, beruhigt Haider, „wir haben extra in die Beschallungstechnik für die Bühne investiert.“

Außerdem soll alles glitzern, beim „Look Alike“-Abend bekommen alle Gäste im Glitzer-Outfit ein Achterl oder ein Programmheft.

Umfrage Burgenland

  • Was gefällt euch am meisten?