„Way to Madness“: Fazit vom ersten FQ-Tag - Donnerstag. Etwas Geduld brauchten die Festivalbesucher, die sich  am Donnerstagnachmittag auf den „Way to Madness“ machten. Wer da auf das Gelände wollte, musste dafür bis zu vier Stunden einplanen.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 16. August 2019 (12:58)

Drinnen angekommen war der Ärger über das Warten aber schnell vergessen:  Männer schwirrten in Tierkostümen über das Gelände, Mädls kamen als Superheldinnen oder Feen und auf jeden Fall mit ganz viel Glitzer. Dazwischen sah man bunte Tafeln mit selbst gekritzelten Festival-Bekenntnissen, Bier-Trichter und mittendrinn die neue Techno-Burg Galactic Fortress, die Psy-Trance- und Hardstyle-DJs zum Beben bringen. 

Lisa Röhrer

Zur Abkühlung wagten einige schon am Vormittag einen Sprung in die Traisen, nachdem die erste Nacht auf dem Campingplatz überstanden war. Neben den Festival-Besuchern badeten dort witzige Aufblas-Einhörner oder –Pizzastücke.

Aber nicht nur perfektes Wetter, sondern auch musikalische hatte der Eröffnungstag viel zu bieten: Ein letztes Mal „Feiah faunga“ konnten die Festival-Besucher auf der Weekender Stage. Die Mundart-Rocker Krautschädl spielten dort ihre letzte Niederösterreich-Show. „Wir haben unser halbes Leben bei Krautschädl verbracht. Jetzt ist es Zeit für etwas Neues“, bestätigte Drummer Stefan „Sonti“, dass die Band nach dem Sommer Geschichte sei. Schluss ist nach ihrer energiegeladenen Show am Frequency übrigens auch für die zehnköpfige Gruppe Moop Mama - allerdings nur für diesen Sommer. Vor der Pause heizten sich noch einmal ordentlich ein.

Die gesamte Festival-Gemeinschaft in die Gänge brachte schließlich der heimliche Headliner Billie Eilish. Zum heiß ersehnten Auftritt der Teenie-Pop-Queen Billie Eilish pilgerte die gesamte Musik-Gemeinde zur Space Stage. Im lässigen Basketball-Look ließ sich die erst 17-Jährige  bei ihrem Österreich-Debüt von der Meute feiern. Die düsteren Wolken kamen wie bestellt als atmosphärische Kulisse. Regen-Sorgen brachten sie den Gästen aber kaum. Wesentlich fröhlicher wurde es, als danach die sympathische Britin Anne-Marie mit ihren Ohrwurm-verdächtigen Gute-Laune-Songs die Bühne übernahm.

Für die eigentlichen Headliner war damit schon so einiges vorgelegt. Spätestens als „Bye bye, Hollywood Hills“ aus tausenden Kehlen erklang, war aber klar, dass Sunrise Avenue ihr erstes Frequency rockten und die Gäste nicht nur gekommen waren, um Frontman und Frauenschwarm Samu Haber schmachtende Blicke zuzuwerfen. Womit man die Meute zum Singen und Tanzen bringt, weiß Frontman Samu Haber aber auch genau: „Fairytale gone bad und Hollywood Hills sorgen immer für Stimmung, ohne diese Hits wäre eine Show langweilig“, erzählte der sympathische Finne davor im NÖN-Interview.

Anschließend lud Alligatoah auf der Green Stage in „sein Hotel“. Der Rapper, der diesmal ohne seine Label-Kollegen von Trailerpark angereist ist, fühlte sich dennoch „wie zuhause“, warf gewohnt bissige Texte ins Publikum und begeisterte mit seiner Bühnenshow.

Mit eingängigen Melodien aus einem spektakulären Crossover-Gemisch verabschiedeten die Twenty One Pilots die Frequency-Massen in die Nacht. Wen die spektakulären Show weiter motivierte, der könnte dann im Nightpark den Rest der Nacht zum Tag machen. Beats bescherten dort die DJ-Zwillinge „Nervo“, mit Materia konnte man sich in die Welt des Psy-Trance begeben. Viele pilgerten zog es dann auch wieder durch die mittlerweile recht frischen Temperaturen zurück ins Zelt.