Halten wir zusammen, aber halten wir Abstand!. Über die Corona-Krise und ihre Auswirkungen auf unseren Alltag.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 13. März 2020 (16:49)
BVZ-Chefredakteur Markus Stefanitsch
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Die von der Regierung gesetzten Maßnahmen zur Reduzierung sozialer Kontakte sind gut und richtig. Auch wenn im Burgenland noch vergleichsweise wenig positiv auf COVID-19 getestete Personen erfasst sind (derzeit 7, Stand: Freitag, 13. 3. 2020, 15:01), wissen wir, dass sich auch bei uns die Zahl täglich erhöhen und der Virus sich weiter ausbreiten wird.

Wir alle sollten dieses Virus ernst nehmen und die Empfehlungen und Anweisungen der Regierung befolgen. Wir sollten aber auch nicht in Panik verfallen. Und vor allem auch auf unser Bauchgefühl und unseren Hausverstand hören. Jeder Kontakt mit anderen Personen ist ein möglicher Ansteckungsfall.

Daher sollte man, wo es nur geht, jeglichen Kontakt mit anderen Personen eben meiden. Im engsten Familienkreis wird dies eher schwierig, aber alles andere ist machbar. Kein Händeschütteln, keine Partys, kein Abendessen mit Freunden, kein Team-Sport – einfach Abstand halten. Und genau das ist es, was jeder Einzelne am besten für die Eindämmung einer zu rasanten Verbreitung tun kann.

Natürlich gibt es viele Berufsgruppen, die viel Kontakt mit anderen Menschen haben müssen. Seien es nun Ärzte, Pfleger, Polizisten oder Rettungsdienste und Lebensmittel-Verkäufer. Genau an diese Menschen sollte man auch denken, falls sich jemand beschwert, dass die Jumbo-Box Schokobananen im Regal fehlt.

Außerdem sollte man immer bedenken, dass es nicht nur darum geht, nicht selbst krank zu werden bzw. starke Symptome zu bekommen, sondern auch das Virus nicht weiterzugeben. Auch das ist Solidarität – vor allem gegenüber der älteren Generation.

Und wenn in zwei Monaten jemand daher kommt, dass eh alles halb so schlimm gewesen sei und das alles nur übertriebene Hysterie sei – dann werden wir auch gut damit leben können.

Diese Krankheit werden wir nur gemeinsam stemmen, indem wir uns gegenseitig unterstützen. Auch daran werden wir als Gesellschaft wachsen. Gerade das Burgenland hat immer bewiesen, in Krisen besonders stark zusammen zu halten. Und das werden wir auch jetzt machen: Halten wir den notwendigen Abstand und rücken wir gerade dadurch näher zusammen. Bleiben wir gemeinsam gesund!