Pensionisten an die „Macht“. Über die Einbindung der „älteren“ Menschen.

Von Markus Stefanitsch. Erstellt am 15. Januar 2020 (06:31)

Die Entscheidungsträger werden immer jünger und die Wähler immer älter. In Finnland regiert die 34-jährige Sanna Marin als jüngste Regierungschefin Europas und in Österreich der um ein paar Monate jüngere Sebastian Kurz als jüngster Staatschef der Welt. Auch im Burgenland ist der Landeshauptmann mit seinen 48 Jahren noch relativ jung im Vergleich zum allgemeinen Bild der klassischen früheren „Landesväter“.

Generell wird in der aktuellen Zeit, so hat man zumindest den Eindruck, der Fokus fast gänzlich auf die Jugend gelegt. Kein Zweifel: Unsere Kinder sind die Zukunft und die nächste Generation, die hier im Burgenland leben wird. Dabei sollte man aber dennoch zwei wichtige Aspekte nicht vergessen: Einerseits geht ja der Wechsel von Jung auf Alt nicht von heute auf morgen, sondern ist der Prozess des Lebens – wobei Alt-sein keine Frage des Alters, sondern der Einstellung ist.

Andererseits werden die Älteren immer älter und leben somit auch länger auf dem Planeten. Deshalb sollte die ältere Generation in den Zukunftsprozess viel stärker eingebunden werden.

Jetzt vor den Wahlen wird die Gruppe der Pensionisten wieder von der Politik „entdeckt“. Dabei zählen die Menschen, die ihre verdiente Pension genießen, längst nicht zum alten Eisen. Sie reisen, gehen in Lokale, betreiben Sport, gehen ihren Hobbys nach, kaufen ein und lesen ihre Zeitung – mit einem Wort: Sie sind eine der tragenden Säulen der Gesellschaft. Deshalb sollen sie auch mitreden können. Im Burgenland sind immerhin rund 30 Prozent der Bevölkerung über 60 Jahre.

Es sollen die Generationen daher nicht gegeneinander ausgespielt, sondern das Beste aus beiden „Welten“ vernetzt werden.