Der Ansporn, dass alles möglich ist. Über die neue Saison im ÖFB-Cup und die verschiedenen Perspektiven für unsere Teilnehmer.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 26. Juni 2019 (06:12)

Von 19. bis 21. Juli steigt die erste Runde im ÖFB-Cup. Am Freitagabend wissen wir bei der Auslosung dann Konkretes, wenn unsere burgenländischen Vertreter Pinkafeld, Draßburg, Neusiedl/See und Parndorf auf das große Los hoffen. Ein Heimspiel gegen einen Klub aus der Bundesliga bedeutet eine höchst lukrative Gegenveranstaltung zu alldem, was ein Sommerloch eben zu bieten hat. Siegendorf etwa empfing 2018 Sturm Graz, Oberwart 2015 die Wiener Austria, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Und dass in diesem Zusammenhang auch mehr drin ist als bloßes sportliches Bestaunen, hat im Vorjahr der SC Neusiedl/See bewiesen – Stichwort 1:0-Sieg gegen die Admira. Nicht zu vergessen die Wahnsinns-Cup-Saison des SV Wimpassing 2016/2017, der sich mit Siegen über Blau Weiß Linz und den WAC mit einem Viertelfinal-Spiel auswärts bei Sturm Graz belohnte.

Bundesligist SV Mattersburg hingegen ist einer der Großen. Als solcher wird man, selbst wenn es ein starker Regionalligist werden sollte, eher dann durchschnaufen, wenn sich die Länge der Auswärtsfahrt in Grenzen hält. Ein Trip zum Auftakt in den äußersten Westen Österreichs würde wohl zumindest im ersten Moment für lange Gesichter sorgen. Rein sportlich zählt für den Finalisten der Jahre 2006 und 2007 ohnehin nur das Weiterkommen. Denn auch in dieser Saison wird der Cupbewerb für den SV Mattersburg einen hohen Stellenwert einnehmen.

Neben Platz drei in der Bundesliga-Saison 2006/2007 sind die beiden (verlorenen) Endspiele nach wie vor die größten Erfolge der Klubgeschichte. Die 2018 beinahe egalisiert worden wären. Am 18. April war Grün-Weiß im Semifinale gegen Salzburg kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit nur einen Elfer vom Finale entfernt. Damals vergab Smail Prevljak den Strafstoß zum 1:0, nach 120 Minuten folgte das Aus im Penaltyschießen. Die dramatische Erinnerung mag der grün-weißen Seele schmerzen. In Wahrheit muss sie ein gelebter Ansporn bleiben, dass in diesem Bewerb nach wie vor alles möglich ist.