Vorweihnachtliches Überlebenstraining. Über die verbleibenden beiden Runden für den SV Mattersburg vor der Bundesliga-Winterpause.

Von Bernhard Fenz. Erstellt am 04. Dezember 2019 (06:14)

Altach gewinnt gegen den WAC mit 2:1, Admira luchst Meister Salzburg beim 1:1 einen Punkt ab. Keine guten Sonntags-Nachrichten für den SV Mattersburg, der nach dem 0:0 in St. Pölten erstmals seit sechs Pleiten ohne Niederlage geblieben war. Wenn der Auswärtspunkt beim SKN so etwas wie die Handbremse vor dem sportlichen Crash symbolisiert haben mag, waren die Zeichen der unmittelbaren Konkurrenz deutlicher. Trotzdem: Sechs Runden vor dem Ende des Grunddurchgangs sowie der dann erfolgenden Teilung der Liga in Meister- und Qualifikationsgruppe sind die Positionen in den unter(st)en Tabellenregionen weitgehend eingenommen.

Ungeachtet kleinerer Verschiebungen werden die meisten Teams noch über einen längeren Zeitraum im Angesicht eines beinharten Kampfes gegen den Abstieg spielen. Weil die Punkte halbiert werden, schiebt sich auch das Feld im Kampf um den Klassenerhalt extrem zusammen. Derzeit würden den Sechsten Austria und den Zwölften Mattersburg nach einer fiktiven Teilung genau vier Punkte trennen. Fußballspielen kann dann in so einem Spannungsfeld herausfordernd sein.

Die Herkulesaufgabe: Möglichst Moral tanken, trotz chronischer Verunsicherung am Platz möglichst kompakt agieren und nach vorne die nötigen Ideen finden, um vor allem später in den entscheidenden Momenten der Saison zu funktionieren. Dann, wenn die Liga sowie die Habenseiten geteilt sind und es in den verbleibenden zehn Runden in jedem Spiel um die vollen Punkte geht.

Wenn nichts mehr halbiert wird und zahlreiche Duelle Endspielcharakter haben. Dem SV Mattersburg stehen nun daheim gegen die Admira und auswärts bei der WSG Tirol im Jahr 2019 noch zwei Partien ins Haus, die dann in der Qualifikationsgruppe genau solche Endspiele sein könnten. Mit dem jüngsten 0:0 in St. Pölten mag die Serie an Niederlagen unterbrochen worden sein. Für die Winterpause braucht es aber nicht zuletzt für die Moral noch dringend ein Erfolgserlebnis. Darum wartet auf die SVM-Profis tatsächlich ein vorweihnachtliches Überlebenstraining.