Festakt für Fred Sinowatz. Mit prominenten Gästen wie Heinz Fischer, Michael Häupl und Hans Niessl wurde in Neufeld dem früheren Bundeskanzler gedacht.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 19. Februar 2019 (08:48)

Seine Heimatgemeinde Neufeld an der Leitha lag Fred Sinowatz Zeit seines Lebens besonders am Herzen. In dem nach ihm benannten Kulturzentrum wurde dem Politiker am Sonntag im Rahmen einer Matinee gedacht: Dieser Tage hätte der ehemalige Bundeskanzler seinen 90. Geburtstag gefeiert.

Mit 300 Gästen – darunter zahlreiche Wegbegleiter, Landespolitiker und die Familie Sinowatz – erinnerte man sich nun an das Leben und Wirken von Fred Sinowatz. Prominent besetzt war das Podiumsgespräch, zu dem aus diesem Anlass gebeten wurde: Bundespräsident a.D. Heinz Fischer, der ehemalige Wiener Bürgermeister und Wahl-Neufelder Michael Häupl, Historikerin Susanna Steiger-Moser und der frühere Kabinettschef Hans Pusch erzählten von Anekdoten und Errungenschaften aus der Amtszeit des bislang einzigen Bundeskanzlers aus dem Burgenland.

Bescheidener „Baumeister“

Sinowatz wird noch heute als einer der „Baumeister der Republik“ bezeichnet, dabei galt er immer auch als bescheidener Politiker. So erinnerte sich Neufelds Bürgermeister Michael Lampel daran, dass der damalige Kanzler einmal bedauert habe, nie Bürgermeister seiner Heimatgemeinde gewesen zu sein. Das wurde schließlich mit der Ernennung zum Ehrenbürgermeister „korrigiert“.

Mit Erinnerungen wie diesen – unter der Moderation von Amtsleiter Rudolf Tschirk und begleitet vom Arbeitermusikverein Neufeld – wurde der Mensch Fred Sinowatz im Rahmen der Matinee greifbar.