Hotline und Datenbank für Burgenlands Gemeinden. Für Gemeinden bedeutet der Umstieg auf die Haushaltsführung entsprechend den Vorgaben der Voranschlags- und Rechnungsabschlussverordnung (VRV 2015) eine Herausforderung. Das Land Burgenland unterstützt die Kommunen deshalb mit einer Servicehotline und einer Wissensdatenbank, die am Montag von Landesrat Christian Illedits (SPÖ) präsentiert wurden.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 13. Januar 2020 (12:22)
Landesrat Christian Illedits und Referatsleiter Bernhard Ozlsberger (v.l.).
Millendorfer

"Die neue Servicestelle wird genau darauf abzielen, dass wir weiterhin unterstützen, wenn es Fragen zur Umstellung der Haushaltsführung auf VRV 2015 gibt - etwa zur Budgeterstellung", erläuterte Illedits. Die Anfragen werden gesammelt, anonymisiert und die Auskünfte auf die neue Plattform "GemWIKI" gestellt. Vom kostenlosen Service sollen alle Kommunen profitieren, so Bernhard Ozlsberger, Hauptreferatsleiter für Gemeindeangelegenheiten. Schließlich seien die Fragen, die sich in der Gemeindestube auftun, oft sehr ähnlich.

Die Hotline geht am Montag in Betrieb und ist Montag bis Freitag von 8.00 bis 16.00 Uhr telefonisch unter 057/6001020 und via Mail unter gemeindeservice@bgld.gv.at erreichbar. GemWIKI wird ab 1. Februar freigeschaltet. Den Zugang stellt das Land allen Kommunen über das Gemeindenetzwerk zur Verfügung.

Interaktive Plattorm mit User-Forum

Auf GemWIKI werden nicht nur Fragen beantwortet, sondern auch Gesetze, mit denen die Gemeindeverwaltung arbeiten muss, mit Erläuterungen und Kommentaren ergänzt dargestellt, so Illedits: "Auch Erlässe für Gemeinden werden über GemWIKI abrufbar sein." Die Plattform ist interaktiv, User können auch Kommentare posten. Ab März bietet das Land weiters Schulungen für Gemeinderätinnen und Gemeinderäte an, die Prüfungsausschüssen angehören. Auch sie müssen künftig die Prüfungen nach VRV 2015 durchführen.

Das seit September bestehende Angebot der Unterstützung durch die Datenschutzbeauftragte des Landes haben bisher 60 der 171 Gemeinden angenommen, bilanzierte der Landesrat. Müssten alle Kommunen selbst Datenschutzbeauftragte bezahlen, könne man von einem geschätzten Kostenfaktor von 500.000 Euro ausgehen, rechnete Illedits. Das wolle man den Gemeinden ersparen. Mit den neuen Maßnahmen wolle man auch dokumentieren, dass das Land die Gemeinden als wichtige Partner unterstütze.