Unzufriedenheit mit Info zur Breitbahn . Nicht zufrieden ist die überparteiliche burgenländische Bürgerinitiative gegen die Breitspurbahn mit den Auskünften der ÖBB und des Verkehrsministeriums zu ihren Projektanfragen. Inhaltlich würden die Schreiben wenig Neues beinhalten, hieß es am Mittwoch in einer Aussendung. Anfragen in der Slowakei hätten größere Klarheit - etwa über die Trasse - gebracht.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 17. Juli 2019 (11:40)
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Für die Bürgerinitiative sei "ganz klar, dass sowohl das Ministerium als auch die ÖBB Infrastruktur AG das Durchsickern von genaueren Informationen bewusst hintanhalten, damit die Bürgerinitiative nur die Informationen bekommt, welche herausgegeben werden müssen". Man habe sich aber Auskünfte aus der Slowakei besorgt.

Demnach sollen in der Slowakei einige Bahnhöfe massiv zu Ausweichbahnhöfen umgebaut werden, um den Gegenverkehr auf der Breitspurbahnschiene bewerkstelligen zu können - 47 Züge täglich sollen geführt werden. Die Breitspurbahntrasse soll hinter dem Bahnhof Bratislava-Petrzalka gelegt werden, im Süden von Kittsee die Grenze übertreten und Richtung Edelstal weitergeführt werden.

Sollte der Osten von Wien mit der Breitspurbahn nicht erreicht werden können, kippe das gesamte Projekt, denn das Hauptziel sei es, die "Twin-City-Region" zwischen Bratislava und Wien und somit mehrere paneuropäische Verkehrskorridore zu erreichen. Eine Variante mit einem Breitspurbahnterminal in der Nähe von Bratislava gebe es daher nicht, sagten Vertreter der Bürgerinitiative. Das Projekt würde entweder als Ganzes verwirklicht oder - ohne Erreichen des Hauptziels - als "Nullvariante" eingestellt werden.

Der laut ihren Angaben überparteilichen Bürgerinitiative haben sich Ortschefs und Kommunalpolitiker von SPÖ, Grünen und verschiedenen Bürgerlisten im Bezirk Neusiedl am See angeschlossen. Mittlerweile gibt es auch bereits Unterstützer aus Niederösterreich, etwa aus dem Bezirk Bruck an der Leitha.