„Ganz üble Gerüchte“ zu Doskozil-Operation. Kritik an falschen Aussagen zum Stimmband- Eingriff des Landeschefs. Und: Debatte um „Wahlkampf-Frühstart“.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 09. Oktober 2019 (05:29)
BVZ
„Wir arbeiten weiter.“ Landeschef Hans Peter Doskozil (l.) und SPÖ-Landesgeschäftsführer Roland Fürst.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil hat sich bereits der angekündigten Stimmband-Operation unterzogen Wie berichtet wurde der Eingriff nötig, nachdem sich die Stimme des Landeschefs wieder verschlechtert hatte.

Gegenüber der BVZ übt SPÖ-Landesgeschäftsführer Roland Fürst nun Kritik an Aussagen über den Gesundheitszustand Doskozils, die zuletzt unter vorgehaltener Hand die Runde machten: „Leider wurden ganz üble Gerüchte gestreut. Das ist schäbig und ich hoffe, dass sich hier im Land niemand beteiligt.“ Nach der Genesung werde sich Doskozil sofort wieder der Arbeit im Land widmen: „Die SPÖ Burgenland ist zuversichtlich, weil wir wissen, dass die Burgenländer mit dem Landeshauptmann und unserer Politik absolut zufrieden sind.“

Das meint Fürst auch im Hinblick auf den Landtags-Wahlkampf. Dass die ÖVP nach den Gewinnen bei der Nationalratswahl eine Kampagne gestartet hat, bezeichnet er als „Frühstart“: Die Regierung werde Themen wie Pflege, Mindestlohn oder Bio-Wende „abarbeiten“. ÖVP-Chef Thomas Steiner und sein Team bleiben diesbezüglich kritisch und verweisen auf ihre Gegenvorschläge. Den Wahl-Schwung will man im Land mitnehmen.

Die roten Verluste kommentiert Fürst: „Die Situation für die Bundes-SPÖ ist schwierig und eigentlich wäre jetzt die Zeit für Selbstkritik und Erneuerung, aber wir konzentrieren uns auf das Burgenland.“ Beim SP-Treffen in Wien will man aber „ungeschminkt“ die Einschätzung der Lage im Bund darlegen.