Grüne für Lebensmittelkennzeichnung in Gastronomie. Utl.: Pflicht soll über Kennzeichnung von Primärlebensmitteln hinausgehen - Landessprecherin Petrik kündigte Antrag im Landtag an

Von APA, Redaktion. Erstellt am 22. Mai 2020 (12:49)
Grünen-Landessprecherin Regina Petrik präsentierte die Forderungen in Eisenstadt.
 
Grüne

Die Grünen im Burgenland haben am Freitag eine verpflichtende Kennzeichnung von Lebensmitteln in der Gastronomie gefordert. Laut dem Programm der Bundesregierung werde eine Kennzeichnung für Primärlebensmittel - Milch, Fleisch und Eier - ab 2021 Pflicht. "Warum nicht einen Schritt weiter gehen und das auch auf Gemüse ausdehnen?", so Landesprecherin Regina Petrik.

Immer mehr Menschen würden Wert legen auf die Herkunft ihrer Lebensmittel. Das betreffe längst nicht nur die Supermärkte, wo dies schon länger verpflichtend sei, sondern auch die Gastronomie. "Wer in ein Restaurant geht, will nicht nur wissen, woher das Schnitzel oder der Saibling, sondern auch, ob der Erdäpfelsalat und der Mangold aus der Region kommen", argumentierte Petrik. Das sei "nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Tierwohl, sondern schafft auch regionale Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region."

Eine Kennzeichnungspflicht für Primärlebensmittel gelte in der Schweiz schon seit 20 Jahren. Eine Ausdehnung auf Gemüse bedeute "eine echte Wahlfreiheit für alle, die bewusst Speisen aus der Region konsumieren wollen". Die Landessprecherin kündigte einen Antrag der Grünen zum Thema Lebensmittelkennzeichnung im burgenländischen Landtag an.

Die Kennzeichnung solle "möglichst unbürokratisch und einfach ablaufen", damit den Wirten kein unnötiger Arbeitsaufwand drohe, schlug Petrik vor: "Diese Information kann von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter kommen. Es kann ein Beiblatt der Speisekarte sein oder ein Aushang über die Lebensmittelproduzenten."