Hilfsfonds: Erste Bilanz. Fonds für Härtefälle rund um Corona bereits mit Spenden „im mittleren“ fünfstelligen Bereich, erste Hilfen ausbezahlt.

Von Alexandra Gollubics-Prath. Erstellt am 09. Juli 2020 (06:16)
„Doppelt hilft, wer schnell hilft!“, lautet das Motto von Christa Prets und Dominik Orieschnig – jede Spende sei willkommen. Die beiden Vereins-Vorsitzenden ermutigen zudem Betroffene, sich zu melden.
Gollubics-Prath

Solidarität mit unschuldig in Not geratenen Burgenländerinnen und Burgenländern – das ist die Idee hinter dem Anfang Juni auf Initiative der Landesregierung entstandenen überparteilichen „Burgenländischen Hilfsfonds – Burgenland hilft“. Die finanzielle Basis sollten Spitzenvertreter des öffentlichen Lebens legen, an deren Spendenfreudigkeit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) in einem eigenen Schreiben appellierte.

Christa Prets: „Bitte einfach ohne Scheu melden“

Eine erste Zwischenbilanz sei „beachtlich“, freuen sich die ehrenamtlichen Vereins-Vorsitzenden Christa Prets (ehemalige SPÖ-Landesrätin und EU-Abgeordnete) und Dominik Orieschnig (Bischöflicher Sekretär und Pressesprecher der Diözese Eisenstadt): „Das Spendenergebnis liegt im mittleren fünfstelligen Bereich, erste Hilfen wurden bereits ausgeschüttet.“

Wer Unterstützung etwa nach Krankheiten, Unglücksfällen oder infolge Corona benötige, solle sich „ohne Scheu melden“, ermuntert Prets: „Wir sind keine Behörde. Der Verein entscheidet rasch, gezielt und unbürokratisch aufgrund der Ansuchen.“

Man habe nichts von Vertröstungen, wenn man „seine Miete oder die Fahrt zur Arbeit nicht mehr bestreiten kann“, unterstreicht Orieschnig. Berührt habe ihn, wie schnell Menschen unverschuldet in Not geraten seien – gerade bei Alleinerziehern seien auch Kinder und Jugendliche oft die Leidtragenden – aber auch die „Freude und Erleichterung“ jener, denen bereits geholfen werden konnte.