30 Jahre Hilfe für Kinder in Rumänien. Mit dem Waisenhaus Wetschehaus startete die Caritas Burgenland vor 30 Jahren die Hilfsprojekte in Rumänien. Heute gibt es fünf Kinderzentren, für die nun wieder gesammelt wird.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 07. Februar 2020 (11:42)

1,8 Millionen Kinder sind alleine in Rumänien von Armut betroffen. Auf ihre schwierige Situation weist die Caritas Burgenland nun wieder mit der traditionellen Spenden-Aktion hin. Geholfen wird vor Ort. Was heute erfolgreich als Hilfsprojekt mit insgesamt fünf Kinderzentren läuft, begann vor rund 30 Jahren mit der Pionierarbeit von Elfriede Schweifer in Wetschehaus. Kurz nach der Revolution in Rumänien wurde hier in der Nähe von Temesvar aus einem verfallenen Pfarrhof ein Waisenhaus geschaffen, in dem Straßenkinder und ausgesetzte Babys ein Zuhause fanden. Rund 70 Kindern konnte so geholfen werden.

Heute werden zudem viele Kinder betreut, die zuhause in ärmlichen Verhältnissen leben müssen. Auch die Eltern werden unterstützt.  „Damit können wir Kindern in den ärmsten Regionen täglich ein warmes Essen, gewaschene Kleidung, Lernhilfe und eine Dusche mit Seife ermöglichen“, berichtet Direktorin Edith Pinter, die selbst mehrmals im Jahr nach Rumänien reist.

„Hoffnung für die Kinder“

Während sich die Städte Rumäniens modern und weltoffen präsentieren, herrscht in den ländlichen Regionen nach wie vor bittere Armut. Oft teilen sich Großfamilien ein kleines Haus ohne fließendes Wasser und Strom. So auch die Familie des kleinen Adrian, der mit seinen vier Geschwistern und den Eltern in einem verfallenen Haus lebt. Selbst Holz zum Heizen wird hier oft zum „Luxus“.

In den Caritas-Zentren werden die Kinder beim Lernen betreut, die Eltern finden ebenfalls Möglichkeiten zum Wäsche-Waschen und Duschen vor. „Hier gibt es ein schönes Miteinander, einer schaut auf den anderen. Es geht auch darum, den betroffenen Kindern mit Bildung Chancen zu eröffnen und Hoffnung zu geben“, fassen Pinter und Caritas-Pressesprecherin Uli Kempf die Intention hinter den Projekten zusammen.

Die Burgenländerinnen und Burgenländer gelten als großzügige Spender. Im Vorjahr kamen so für die Rumänien-Hilfe rund 75.000 Euro zusammen. Gesammelt werden kann auch mit der Aktion „Coffee to help“, mit einer karitativen Kaffeerunde in den eigenen vier Wänden oder öffentlich.

Im Februar bittet die Caritas Burgenland wieder um Spenden für Rumänien. Am 16. und 23. Februar wird in den burgenländischen Pfarren gesammelt.

Spenden kann man auch unter dem Kennwort „Kinder in Not 2020“ auf das Konto IBAN AT34 3300 0000 0100 0652

Weitere Infos auch online auf www.caritas-burgenland.at