SPÖ: "Kein Cent" an Zuwendungen an Landespartei. Die burgenländische SPÖ-Landesorganisation habe ebenso wie die Bezirkspartei in Mattersburg "keinen einzigen Cent" von der Commerzialbank Mattersburg erhalten, betonte Landesgeschäftsführer Roland Fürst am Donnerstag, nachdem die ÖVP die Offenlegung aller Zuwendungen der Bank an Parteien gefordert hatte. Er orte in dieser Forderung allerdings ein "Ablenkungsmanöver", sagte Fürst.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 30. Juli 2020 (15:55)
SPÖ-Landesgeschäftsführer Roland Fürst
Millendorfer

Aufseiten der SPÖ hätten lediglich Ortsorganisationen vereinzelt für Veranstaltungen Sponsorgelder von der Commerzialbank erhalten, wie das auch bei der ÖVP der Fall sei. Vielmehr als um diese Sponsorgelder gehe es aber um Aufklärung. Es handle sich um ein "kolossales Aufsichts- und Behördenversagen", bei dem auch der Aufsichtsrat in der Verantwortung stehe, in dem viele ÖVP-Funktionäre vertreten seien, sagte Fürst. Immerhin habe sich der Aufsichtsrat laut Medienberichten "selbst Vorschüsse und Kredite genehmigt, was natürlich sämtlichen Regeln widerspricht".

Sowohl auf Bundes- und Landesebene als auch im Aufsichtsrat müsse die ÖVP "endlich die Karten auf den Tisch legen und sagen, was da wirklich abgelaufen ist", forderte Fürst.