Kritik am Gesundheits-System: Konter von Illedits. Harsche Kritik übt SP-Bezirkschef Christian Illedits an ÖVP-Landesobmann Steiner und ÖVP-Geschäftsführer Wolf, die im Rahmen einer Pressekonferenz mit dem ÖVP-Landtagswahlkandidaten und Kinderarzt Kurt Kleinl von einem drohenden Ärztemangel berichteten.

Von Richard Vogler. Erstellt am 11. Dezember 2019 (14:37)
BVZ

Dabei erklärte Kleinl, dass er an einem Tag 126 Patienten zu betreuen hatte und in weiterer Folge das System kollabieren wird, da sein Kassenarzt-Kollege aus dem Bezirk Oberpullendorf in drei Jahren in Pension geht.

Für SP-Bezirk Christian Illedits ist klar: „Es ist eigentlich beschämend auf dem Rücken von fürsorglichen Eltern mit deren Ängsten und Sorgen zu spielen. Faktum ist, dass der besagte Arzt nur an 20 Stunden pro Woche seine Ordination offen hat. Das ist die Untergrenze für einen Kassenvertragsarzt. Zusätzlich arbeitet er auf privater Basis in verschiedensten Verwendungen. Sein persönliches Zeitmanagement sollte nicht wahlkampfbedingt zum gesundheitspolitischen Problem stilisiert werden. Für die Menschen ist wichtig, dass es eine hochwertige, wohnortnahe ärztliche Versorgung gibt - und daran arbeiten wir auch in Zukunft!“, so SP-Bezirksparteivorsitzender Christian Illedits, der weiter feststellt, dass es diesbezüglich noch keine einzige Beschwerde gab.

„Der Bezirk Mattersburg verfügt aktuell über eine gute ärztliche Versorgung. Um auch in Zukunft dem Versorgungsauftrag nachzukommen unterstützt das Land Burgenland bereits mit einer Reihe an Initiativen und Maßnahmen, damit dieser hohe Standard auch künftig aufrechterhalten werden kann.“ Illedits verweist auf folgende Maßnahmen: „Mit der Akutordination decken wir die ärztliche Versorgung an den Randzeiten ab und schaffen einen zusätzlichen Anreiz für die Ansiedelung neuer Hausärzte. Entgegen den Behauptungen der ÖVP gibt es im Burgenland an den Standorten der Fachhochschulen in Pinkafeld und Eisenstadt jährlich einen kostenlosen Vorbereitungskurs. Im vergangenen Jahr haben 120 MaturantInnen dieses Angebot in Anspruch genommen – Kapazitäten gibt es für bis zu 150 Personen. Insgesamt konnte sich beinahe jede/r sechste Kursteilnehmer/in einen Studienplatz sichern aus dem Vorbereitungskurs zu jenen mit ergatterten Studienplätzen.“

Im Schnitt fallen bei den Unis auf zehn Bewerber ein Studienplatz.  „Daraus ergibt sich, dass Medizin-BewerberInnen nach der Teilnahme am Vorbereitungskurs eine doppelt so hohe Chance haben, auch einen Studienplatz an einer Medizinuniversität zu bekommen“, so Illedits, der darauf festhält, dass „92% unserer TeilnehmerInnen sagen, dass der Kurs nützlich war, was eine hohe Akzeptanz darstellt.“

Illedits verweist ebenso auf Stipendien und Förderungen für MedizinstudentInnen. „Voraussetzungen sind ein Hauptwohnsitz im Burgenland und eine anschließende vertragliche Verpflichtung den Job im Burgenland auszuführen. Durch Land und Gemeinden gibt es auch eine Ordinationsförderung (Zuschuss für die Einrichtung in der Höhe von bis zu 60.000. „Die Anschaffung eines zweiten Rettungshubschraubers ist eine weitere wichtige Investition“, so Illedits abschließend