SPÖ Burgenland feierte ihr 100-Jahr-Jubiläum

Erstellt am 24. Juni 2022 | 11:27
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Die SPÖ Burgenland hat am Freitag mit einem Jahr coronabedingter Verspätung ihr 100-jähriges Jubiläum gefeiert. 1921 in Wiener Neustadt gegründet ist die Landespartei genauso alt wie das Burgenland selbst - und besetzt nach "schwierigen Zeiten" zu Beginn seit 1964 durchgängig den Posten des Landeschefs, betonte Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf (SPÖ). Den Weg dorthin und darüber hinaus beleuchtet eine Ausstellung in der Parteizentrale.

Das Burgenland habe sich in den vergangenen hundert Jahren "sehr erfolgreich" entwickelt, meinte Eisenkopf. Vom "Armenhaus Österreichs", wie es ursprünglich bezeichnet worden sei, sei heute keine Rede mehr. Viele dieser Jahre habe die Sozialdemokratie mit den Burgenländerinnen und Burgenländern gestaltet.

Nach Repressalien und Inhaftierungen während der Zeit des Nationalsozialismus und des Ständestaats habe man ab 1964 den Landeshauptmann gestellt: zuerst mit Hans Bögl, dann mit Theodor Kery, Johann Sipötz, Karl Stix, Hans Niessl und derzeit mit Hans Peter Doskozil, der bei den Feierlichkeiten nicht anwesend war, weil er kurzfristig in die Ukraine gereist war.

Ziel der SPÖ Burgenland sei eine "soziale, schnörkellose, pragmatische Politik", betonte Eisenkopf. Die Geschichte der Partei ist in einer Ausstellung in der Zentrale bildlich dargestellt. Kurator Johann Grillenberger zeigt unter anderem Parteiabzeichen aus 1921 und ein altes Parteibuch.

Landesgeschäftsführer Roland Fürst kündigte im Rahmen der Feierlichkeiten an, dass die SPÖ auf ihre für die Gemeinderatswahlen am 2. Oktober geplante Plakat-Kampagne verzichten wird. Die 16 Bogenplakate mit Doskozil werden nicht aufgestellt, nur kleine Plakate in den Orten wird es geben. Damit wolle man deutlich machen, dass man es mit dem am Landesparteitag im Mai angekündigten Plakatverbot für Landtagswahlen ernst meine. Antreten wird die SPÖ laut Fürst in allen Gemeinden. Ziel sind zwei bis vier neue Bürgermeister.