Neuer Plan für Landes-Sicherheitszentrale. Die Landes-Sicherheitszentrale wird Teil der Landesverwaltung. Geschäftsführer Spuller wurde bereits abgelöst.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 24. September 2020 (05:57)
Wechsel. Sonja Windisch statt Christian Spuller an der LSZ-Spitze.
BVZ

Schon im Regierungsprogramm ist das Vorhaben festgeschrieben, jetzt kam rasch Bewegung in die Sache: Derzeit wird an einem Konzept gearbeitet, wie die Landes-Sicherheitszentrale (LSZ) ins Amt der Landesregierung eingegliedert werden kann.

Personell zeigt sich bereits die erste Auswirkung: Geschäftsführer Christian Spuller wurde nach drei Jahren vorzeitig abberufen; interimistisch übernahm Gruppenvorständin Sonja Windisch, die im Amt auch für den Bereich Sicherheit zuständig ist.

Gegenüber der BVZ wurde dies vonseiten des Landes bestätigt. Nach Eingliederung der LSZ wird es dann keine eigene Geschäftsführung mehr geben.

Spuller wurde im Juni 2017 als Nachfolger von Ernst Böcskör zum LSZ-Chef bestellt. Der jetzige FPÖ-Bezirksobmann in Mattersburg galt als Vertrauter des damaligen blauen Landesvizes Hans Tschürtz, dem auch das Sicherheits-Ressort unterstellt war.

Spuller will sich nun in Richtung Privatwirtschaft orientieren. Der Abschied aus der LSZ fällt nicht leicht; Spuller betont, dass unter seiner Leitung nach Kritik im Rechnungshofbericht zuletzt auch die „Neuaufstellung“ umgesetzt wurde.

Die aktuellen Neuerungen sind laut Auskunft im Büro von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil in Arbeit. Die Eingliederung zieht, wie zu hören ist, auch finanzielle Fragen nach sich: Als bisherige GmbH war die LSZ vorsteuerabzugsberechtigt, was etwa im Hinblick auf technische Ausgaben Vorteile brachte, die nun wegfallen könnten. Eine Lösung soll im Rahmen des laufenden Prozesses gefunden werden. Bis Jahresende soll die Eingliederung über die Bühne sein; dann läuft übrigens auch, wie angekündigt, das einstige blaue Prestigeprojekt Sicherheitspartner aus.