Doskozil zum Eurofighter: „Wir fühlen uns bestätigt“. Geständnis in den USA erregt Aufsehen. Als Ex-Verteidigungsminister verlangt auch der Landeschef Aufklärung.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 12. Februar 2020 (06:36)
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Bundesheer

Mit Hans Peter Doskozil und Norbert Darabos haben sie gleich zwei ehemalige burgenländische Verteidigungsminister beschäftigt: die Eurofighter, die jetzt wieder für Aufregung sorgen. Mit dem durch einen „Profil“-Bericht bekannt gewordenen Geständnis der Firma Airbus in den USA sieht man hierzulande eine Chance auf finanzielle „Wiedergutmachung“.

Gegenüber den US-Behörden hat Airbus im Zuge eines Vergleiches unlauteres Verhalten rund um die Anschaffung der Abfangjäger in Österreich eingestanden. Brisant: Die Rede ist auch von „politischen Zuwendungen“ in Höhe von 55 Millionen Euro an 14 Einzelpersonen, Berater oder Organisationen.

„Natürlich fühlen wir uns nach den neuesten Entwicklungen mehr als bestätigt“, sagt dazu Landeshauptmann Doskozil. Als Verteidigungsminister der früheren rot-schwarzen Bundesregierung hat er den Deal von einer Task-Force aufarbeiten lassen und eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft eingebracht. Zur Anklage kam es bislang nicht. Den Ball spielt Doskozil in Sachen Aufklärung jetzt auch an die türkis-grüne Regierung weiter: „Einen geeigneteren Zeitpunkt wird es nicht mehr geben.“

Die aktuelle Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) will ebenso von Airbus Geld zurück; die SPÖ verlangt einen Ausstieg aus dem Vertrag. Der Präsident der Finanzprokuratur und Kurzzeit-Minister Wolfgang Peschorn rechnet nun auch in Österreich mit einer Anklage.