6.000 Quadratmeter mehr fürs Burgenland. Zwei Grenzänderungen gab es im Mittel- und Südburgenland. Gestern endete die Gesetzes-Begutachtungsfrist.

Von David Marousek, Elisabeth Tritremmel und Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 15. Juli 2021 (03:18)
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Nur die Lafnitz trennt das Burgenland und die Steiermark. Durch das neue Landesgesetz ist die natürliche Grenze wiederhergestellt. 
Marousek

Das Burgenland wächst. Durch die natürliche Grenzanpassung an den Fluss Lafnitz im Bezirk Güssing gewinnt die Gemeinde Burgauberg-Neudauberg rund 6.000 Quadratmeter an Fläche dazu.

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Burgauberg-Neudauberg Bürgermeister Wolfgang Eder.
BVZ

Eine Kompensation dafür sei laut Bürgermeister Wolfgang Eder nicht vorgesehen: „Es ist für beide Seiten beim Hochwasserschutz ein Vorteil.“

Laut Ortschef ziehe sich das Vorhaben schon „seit Jahren“. Nun sei der Grenzverlauf einfach geregelt: Alles links von der Lafnitz (siehe Bild oben rechts) gehört zum Burgenland, die andere Seite dem steirischen Neudau. Dafür gab es von beiden Gemeinden einen Gemeinderatsbeschluss.

Kapelle bleibt bei Draßmarkt

Auch im Bezirk Oberpullendorf haben sich einige – Burgenland-interne – Grenzänderungen ergeben. Die Gemeinden Neutal, Kaisersdorf und Draßmarkt haben neue Grenzverläufe. Bewohnte Gebiete seien jedoch nicht davon betroffen. Die betroffenen Grundstücke liegen bei der Kreuzung der drei Gemeinden, die dort stehende Kapelle bleibt aber auf dem Hotter von Draßmarkt.

Im Hintergrund wird die Grenzänderung als rein administrative Angelegenheit gewertet, der auch die Zustimmung beider Bundesländer zugrunde liegt. Festgehalten wurde dies im steirisch-burgenländischen Grenzziehungs-Gesetz, das nun mit den Änderungen umgesetzt wird, wie es im Landhaus heißt.