Innungsmeister: Bestatter gehen mit den Trends

Erstellt am 01. November 2018 | 04:26
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Franz Nechansky: Bundes- und Landes-Innungsmeister der Bestatter.
Foto: BVZ
Innungsmeister Nechansky gibt Einblick in ein sensibles Geschäft. 63 Bestatter sind im Land an 114 Standorten aktiv.

„Begräbnisse sind heute anders, als noch vor einigen Jahren. Es gibt immer mehr individuelle Wünsche, die man mit Fingerspitzengefühl zu erfüllen versucht.“ Die Entwicklung der Bestatter „vom Sargverkäufer zum Dienstleister“ zeichnete Innungsmeister Franz Nechansky im Rahmen eines Gespräches in der Wirtschaftskammer nach.

Zu den traditionellen Riten, die bei einem Trauerfall Halt geben, kommen heute nicht selten spezielle Musikwünsche und Nachrufe. Neu ist auch der Trend, dass viele ältere Menschen ihr eigenes Begräbnis planen.

Verschiedenste Rahmenbedingungen machen es auch schwierig, die Durchschnittskosten zu beziffern, sagt Nechansky. Die Bestatter seien aber verpflichtet, vor Auftragslegung alle Kosten anzuführen. Mit 63 Unternehmen und 51 zusätzlichen Filialen liegt das Burgenland in der Bestatter-Dichte auf Platz drei in Österreich.

Im Vorjahr wurden im Land 3.722 Bestattungen gezählt. Ein weiterer Trend: Mit 648 Feuerbestattungen stieg der Wert auf 17,4 Prozent. Bundesweit liegt die Zahl der Feuerbestattungen hingegen bereits bei 40 Prozent.