NEOS fordern Verbesserungen im Bildungsbereich. Die burgenländischen NEOS haben am Freitag im Rahmen der Jahresauftaktklausur des erweiterten Vorstands in Eisenstadt ihre Forderungen im Bereich der Bildung bekräftigt. Landessprecher Eduard Posch will etwa anstelle der Sicherheitspartner Lesepaten installieren und den Betreuungsschlüssel in den Kindergärten verbessern, betonte er bei einer Pressekonferenz.

Von APA, Redaktion. Erstellt am 17. Januar 2020 (11:49)
NEOS-Spitzenkandidat Eduard Posch und Parteivorsitzende Beate Meinl-Reisinger.
Wolfgang Millendorfer

Unterstützung erhielt er in der finalen Phase des Wahlkampfes für die Landtagswahl von Bundesparteichefin Beate Meinl-Reisinger. Sie betonte, dass der im türkis-grünen Regierungsprogramm festgelegte Chancenindex, durch den Brennpunktschulen mehr Förderung erhalten sollen, mit 100 Probeschulen zu zurückhaltend ausfalle - was auch das Burgenland betreffe. "Mit hundert Schulen österreichweit wird das Burgenland womöglich gar nicht dabei sein", betonte Meinl-Reisinger. Im Burgenland gebe es laut dem Bildungsministerium allerdings 36 Brennpunktschulen.

Dass es die NEOS beim Thema Bildung im burgenländischen Landtag dringend brauche, zeige der laufende Wahlkampf, meinte Posch. "Die Bildung spielt überhaupt keine Rolle, sie ist kein Thema. Das geht eigentlich überhaupt nicht", betonte er. Konkrete Forderungen der NEOS sind etwa kleinere Kindergartengruppen und ein besserer Betreuungsschlüssel sowie ein Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz.

Außerdem solle das Parteibuch raus aus den Klassenzimmern. "Wir schaffen hundertprozentige personelle und finanzielle Autonomie für die Schulen und Kindergärten", sagte Posch. Anstelle der Sicherheitspartner will er Lesepaten im Burgenland installieren, die in die Kindergärten fahren und dort vorlesen, um die Lesekompetenz der Kinder zu fördern. "Das Burgenland ist das sicherste Bundesland und wir haben private Hilfssheriffs, die 1,2 Millionen Euro im Jahr kosten", kritisierte der Landessprecher.

Kritik übten die NEOS auch an der Umsetzung des Gratiskindergartens. Dieser sei zwar prinzipiell zu begrüßen, aber "wenn man etwas macht, dann muss man das auch gescheit machen", sagte Meinl-Reisinger. Die Nachfrage werde durch den kostenlosen Kindergarten ansteigen, was eine Mehrbelastung für die Pädagogen und damit auch Einbußen bei der Qualität bedeute, wenn nicht gleichzeitig Maßnahmen ergriffen würden. Davor habe auch der Berufsverband der Kindergarten- und Hortpädagoginnen bereits in einem offenen Brief gewarnt, betonte Posch.