Neues Krankenhaus für Bezirk Neusiedl/See. Auf Basis eines EPIG-Gutachtens im Masterplan-Projekt Gesundheit für das Burgenland wurde heute von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil die Planung eines zentral gelegenen Krankenhauses im Bezirk Neusiedl am See bekannt gegeben. Der Raum zwischen Neusiedl/Weiden/Gols wird als möglicher Standort ins Auge gefasst.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 29. November 2019 (11:07)
NRAbg. Maximilian Köllner, Landesrätin Daniela Winkler, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil und LAbg. Kilian Brandstätter.
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„Damit wird in unserem Bezirk eine zeitgemäße Gesundheitsversorgung nachhaltig und langfristig auf höchstem Niveau gesichert. Das Projekt erfolgt auf Basis nachvollziehbarer Fakten und mit Verbesserungen bei Notfällen, Fachärzten und Rettungswesen. Durch die zentrale Lage wird eine optimale Erreichbarkeit aus allen Gemeinden des Bezirkes und der Region für insgesamt 105.000 Menschen gewährleistet sein. Weiters werden ein zusätzlicher Rettungshubschrauber und ein zusätzliches Einsatzfahrzeug für Verlegungstransporte mit Standort im Bezirk die Notfallversorgung in der Region weiter verbessern. Nach Fertigstellung werden wir im Bezirk somit das modernste Standardkrankenhaus Österreichs haben“, teilen die beiden SPÖ-Bezirksvorsitzenden NRAbg. Maximilian Köllner und LAbg. Kilian Brandstätter heute mit.       

Gemeinsam mit Landesrätin Daniela Winkler hatten die beiden SPÖ-Abgeordneten aus dem Bezirk Neusiedl am See monatelang Anliegen und Wünsche der Bevölkerung in die Themendiskussion mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil eingebracht. Diese wurden von der Grazer EPIG (Entwicklungs- und Planungsinstitut für Gesundheit) geprüft und in die Objektivierung miteinbezogen. Die geographische Lage des Standortes Kittsee, inmitten der Gemeinde, am nördlichsten Punkt des Bezirkes und in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses Hainburg, wurde von Experten bereits mehrfach angesprochen. Dazu kommen Expansionsschwierigkeiten, Parkplatznot sowie anstehenden Millionenkosten für Sanierung. Diese Tatsachen führen im Rahmen des Masterplans zu einer Standortverlegung des Krankenhauses mit Neubau im Herzen des Bezirkes Neusiedl am See, wodurch eine bessere Erreichbarkeit aus der gesamten Region und eine zukunftsorientierte Versorgung gegeben sein wird.

Möglicher Lageplan für das neue Krankenhaus im Bezirk Neusiedl/See
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Zusätzlich: Hubschrauber, Rettungstransporter und Primärversorgungseinheiten

Zur Verbesserung der Rettungssysteme soll es künftig auch einen zusätzlichen Rettungshubschrauber und ein zusätzliches Rettungsfahrzeug geben. Als Absicherung der wohnortnahen ärztlichen Versorgung will LH Doskozil neben den bereits eingeleiteten Maßnahmen überdies auch Primärversorgungseinheiten positionieren, die nicht besetzbare haus- und fachärztliche Kassenstellen übernehmen, wenn diese von der BGKK ausgeschrieben werden.
„Die Arbeitsplatzgarantie für Spitalsmitarbeiter und die Zusage notwendiger Sanierungen in Kittsee bis zur Fertigstellung des neuen Krankenhauses waren uns als Sozialdemokraten sehr wichtig.“, so Brandstätter, Köllner und Winkler.

Standorte Kittsee und Frauenkirchen

Der Betrieb im Krankenhaus Kittsee wird bis zur Eröffnung des neuen Standortes wie gehabt weitergeführt. Danach soll er als Primärversorgungseinheit weitergeführt werden. In die Bedarfsplanung einbezogen wird auch die bestehende Unfallambulanz in Frauenkirchen, die von den Barmherzigen Brüdern betrieben wird. Der Standort soll laut Landeshauptmann Doskozil auf jeden Fall als Gesundheitseinrichtung erhalten bleiben.

 Die Vorgeschichte

 Im Herbst 2018 hat Landeshauptmann Hans Peter Doskozil als Gesundheitsreferent des Burgenlandes eine Projektgruppe mit der Erarbeitung eines Masterplans für die Weiterentwicklung der burgenländischen Spitalsversorgung beauftragt. Ergebnisse und erste Weichenstellungen zur Umsetzung werden im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag, 29. November, im Parndorfer Pannonia Tower Hotel gemeinsam mit KRAGES-Chef Harald Keckeis, BURGEF-Projektleiter Johannes Zsifkovits und Wolfgang Habacher von der EPIG GmbH – Entwicklungs- und Planungsinstitut für Gesundheit, Graz – präsentiert.